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Die besten Ingredienzien – damit Gutes gelingt

07.11.2007

Auch wenn der Backofen das ganze Jahr hindurch kalt bleibt, gerade jetzt ist die richtige Zeit um – mit den richtigen Zutaten ausgerüstet – ans Werk zu gehen.

Aus der Sicht von Nielsen stellt sich die Produktlandschaft derzeit uneinheitlich dar. Warengruppenexpertin Mag. Jutta Schicher: „Im Bereich ,Backen‘, in dem Backhilfsmittel, Backmischungen, Backzutaten, Früchte/Nüsse zum Backen und Verfeinerungen zusammengefasst sind, gib es im aktuellen rollierenden Jahr einen Umsatz- und Absatzrückgang um jeweils 6,2 %.“

Umsatzeinbußen haben vor allem die Segmente „Backmischungen“ und „Früchte/Nüsse“ erlitten. Besonders stark war der Rückgang bei den Saison-Backmischungen, die mengenmäßig um mehr als 20 % zurückgegangen sind. Haselnüsse und Mandeln verlieren zwar wertmäßig, gewinnen jedoch mengenmäßig. Gegenläufig ist die Entwicklung bei Rosinen und kandierten Früchten. Bei nur leicht sinkenden Umsätzen geht die verkaufte Menge deutlich zurück. Nur das Segment der Verfeinerungen kann mengen- und wertmäßig um rund 1,5 % wachsen. Der Konsumententrend zu „Bio“ lässt sich bei Mehl beobachten. „Während der Gesamtmarkt mengenmäßig etwas stärker als wertmäßig verliert, wächst Bio-Mehl wertmäßig um mehr als 5 %. Auch der Zuckermarkt ist im aktuellen rollierenden Jahr rückläufig. Besonders stark verliert der Würfelzucker“, so Schicher.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Honig. Nielsen-Warengruppenexpertin Mag. Elisabeth Gimm: „Der Durchschnittspreis von Honig ist gegenüber dem Vorjahr wieder leicht gestiegen. Honig verliert somit mengenmäßig mit -6,3% stärker als wertmäßig. Wachstum gibt es im Segment Inlandshonig hell sowie wertmäßig bei den Honigspendern.“ Konfitüre verliert im aktuellen rollierenden Jahr im Gegensatz zum Vorjahr – wertmäßig etwas geringer als mengenmäßig (-4,6%). Das Preisniveau ist leicht gestiegen, der Promotiondruck minimal zurückgegangen. Segmente mit Wachstum sind wie bereits im Vorjahr Light (kalorienreduziert) und die Verpackungsart Tube (seit 2007 neu am Markt). „Von den Top 10 Sorten wachsen nur Wild Preiselbeer und Orange“, präzisiert Gimm. Demgegenüber entwickelt sich der Eier-Markt im aktuellen Rollierenden Jahr noch dynamischer als im Vorjahr.

„Nicht zuletzt gibt es Bewegung durch den Umstand, dass der Großteil der Hersteller mit Käfighaltung auf Bodenhaltung umstellt, was auch Veränderungen beim Preisniveau mit sich bringt“, kommentiert Nielsen-Expertin Mag. Angelika Schechtner die derzeitige Situation. „Außerdem greift der Konsument noch viel lieber als bisher zu Bioprodukten. Ungebremst erfeuliche Entwickung gibt es auch für das Segment Freilandeier.“

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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