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Auch 2017 muss sich der Einzelhandel neu orientieren

Die digitalen Trends für den Einzelhandel

12.01.2017

Die Software AG, Spezialist für Innovation und Digitalisierung, hält sechs digitale Trends wesentlich für die Zukunft des Einzelhandels. Die Echtzeittransparenz des Lagerbestands und ein verstärktes Einkaufserlebnis im Geschäft sind zwei der Vorraussetzungen, um für die Zukunft gut gerüstet zu sein.

Die in Darmstadt (Deutschland) beheimatete Software AG, die in zahlreichen Kategorien für Innovation und Digitalisierung als Marktführer eingestuft wird, hat für 2017 sechs Trendprognosen für den Einzelhandel herausgefiltert.  „Wenn Einzelhändler Lagerbestände in Echtzeit sichtbar machen, durch Einkaufserlebnisse in ihren Ladengeschäften neue Kunden gewinnen und bereits zu Beginn des Verkaufsprozesses vorhersagen können, was ihre Kunden wollen, wird es ihnen deutlich leichter fallen, den ‚magischen Kaufmoment‘ zu nutzen. Dazu muss es möglich sein, die Verkaufsaktivitäten über verschiedene Systeme zu koordinieren, damit sich das Kundenversprechen erfüllen lässt“, fasst Werner Rieche, Geschäftsführer der Software AG Deutschland, zusammen.

Neue Wege durch Amazonisierung: Die zunehmende „Amazonisierung“ des Einzelhandels zwingt sowohl Markteinsteiger als auch bestehende Einzelhändler, neue Wege zu beschreiten, um ihre Produkte bedarfsgerecht an kaufwillige und oftmals ungeduldige Verbraucher zu verkaufen und zu liefern.

Channel-Hopping wird immer beliebter: Einzelhändler sollten sich schnell auf veränderte Gegebenheiten einstellen und neue Kanäle für den engeren Kontakt mit Kunden nutzen. Dabei setzen sie u. a. auf „Conversational Commerce“ – die Kommunikation z. B. über Amazon Echo oder Bots in Facebook Messenger soll letztlich zum Kauf führen.

Echtzeittransparenz des Lagerbestands: Der Echtzeitbestand wird Realität, da immer mehr Einzelhändler erkennen, dass ein Komplettaustausch der zentralen Systeme für Warenwirtschaft, Lagerhaltung und Ladengeschäft nicht die beste oder schnellste Lösung ist. Erfolgreiche Händler suchen nach anderen Lösungen und kombinieren z. B. In-Memory-Caching mit High-Speed-Messaging, um für alle Standorte, Kanäle, Ladengeschäfte und Warenlieferungen die Lagerbestände in Echtzeit darzustellen.

Einkaufserlebnis für Kunden im Geschäft: Beim Betreten eines Ladengeschäfts erwarten die Kunden technische Spielereien. Daher werden die Einzelhändler sie mit ungewöhnlichen Dingen beim Einkaufen überraschen müssen: etwa Roboter als Wegweiser, Selbstbedienungskioske für Bestellungen und Zauberspiegel für die Anprobe von Kleidung.

Küchen der Zukunft: Das Internet der Dinge hält Einzug in die Küche. Mit Geräten wie Amazon Echo und Hiku können die Verbraucher weitere Produkte zu ihren Einkaufslisten hinzufügen. Conversational Commerce wird als Vorstufe der künstlichen Intelligenz in den nächsten Jahren schließlich in „Cognitive Commerce“ münden und so zu einer noch stärkeren Kundeneinbindung führen.

Wissen, was der Kunde will: Durch die vorausschauende Analyse von Kundeneindrücken können Einzelhändler den Erwartungen ihrer Kunden immer früher im Verkaufsprozess gerecht werden. Damit binden sie die Kunden emotional an ihre Marken und antizipieren mit ihrem Angebot die Wünsche ihrer Kunden.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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