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Die Frage der Lebensmittelkennzeichnung

14.09.2009

Das EU-Lebensmittelkennzeichnungsrecht steht vor einer Überarbeitung - und damit auch die Nährwertkennzeichnung. Es geht um die Frage, wie Nahrungsmittel zukünftig gekennzeichnet werden sollen, damit der Konsument weiß, was im Produkt enthalten ist. Es gibt zwei Möglichkeiten: den "GDA-Nährwertkompass" (GDA: Guideline Daily Amount = Richtwert für die Tageszufuhr von Energie), wobei die Basis die europäisch erarbeiteten Richtwerte für die Tageszufuhr bilden, oder die "Ampel".

Die freiwillige Kennzeichnung umfasst in beiden Fällen ­Energiegehalt, Fett, gesättigte ­Fettsäuren, Zucker und Salz/Natrium.

Die im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Arbeitsgruppe unter der Leitung von Mag. Bernadette Stumpner, Unilever, und Dr. Robert Poschacher, Rewe, unterstützt einstimmig den derzeit von der EU ausgearbeiteten Entwurf des GDA-Nährwertkompasses.

"Die Ampel bevormundet den Konsumenten, denn nach diesem System müsste auch auf der Milchpackung aufgrund des Fettgehaltes ‚Rot' siganlisiert sein", so Stumpner. "Wir alle wissen aber, dass Milch in der Ernährung ein wichtiger Bestandteil ist und es - wie bei jedem anderen Nahrungsmittel auch - auf die Menge ankommt".

Die Ampelkennzeichnung übersetzt "lediglich" Nährwertangaben auf Lebensmitteln in die Ampelfarben rot, gelb und grün und soll zeigen, ob viel, mittel oder wenig Fett und Zucker in 100 Gramm eines Produktes enthalten sind.

Der "GDA Nährwertkompass"stellt sicher, dass Nahrungsmittel nicht simplifiziert in gute und schlechte eingeteilt werden, sondern dass sich jeder interessierte Konsument selbst ein Bild machen kann, ob er von einem gewissen Nährstoff mit dem Genuss einer Portion einen geringen oder hohen Prozentsatz der empfohlenen Tageszufuhr einnimmt und so für sich verantwortlich ist.
Lesen Sie einen ausführlichen Bericht in der Printausgabe Nr. 19/09 vom 18. Oktober.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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