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Die Legende vom gesättigten Markt

18.01.2006

Das Empfinden „gesättigter Märkte“ scheint ein weit verbreitetes, allgemeines zu sein. Im Lehrbuch ist Marktsättigung definiert als „jener Absatzgrad auf einem Markt, bei dem die Nachfrage nach bestimmten Produkten nicht weiter ausgebaut werden kann”.

Mag. Gerhard J. Vater, Autor unserer neuen Serie, versteht sich als Denkpartner und Prozessbegleiter. Für Managmentberatung und Wirtschaftstraining hat er das Markenzeichen „sinnvolles bewirken” entwickelt. Er verfolgt den Grundsatz „Kundenorientierung weiter denken”. Denn Kundenorientierung beginnt im Kopf und Verkaufen ist zu allererst Einstellungssache. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Gestaltung und Sicherung ertragreicher Geschäftsbeziehungen, die Entwicklung und Umsetzung einer umfassenden Kundenorientierungskultur sowie die Schaffung motivationsfördernder Leistungsbedingungen in Organisationen. Dabei stützt er sich auf fundierte Berater-, Trainer- und Coachingausbildungen, verbunden mit über zwei Jahrzehnten beruflicher Praxis, 10 Jahre davon in Managementpositionen als Verkaufsleiter und Geschäftsführer. Er ist Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien und arbeitet projektweise mit verschiedenen Beratern und Beratergruppen zusammen. Hier Gerhard J. Vaters erste Annäherung an die Frage: „Ist Markt und seine Sättigung eine Erscheinung oder eine Wirklichkeit?“ Sein oder ScheinIn der philosophischen Tradition der alten Griechen: die Welt als Idee oder die Welt als Sein? Der Markt, wie er uns erscheint oder der Markt, wie er wirklich ist? Wir alle haben eine gewisse Idee vom Markt, so wie er uns erscheint, die aber nichts mit seinem Sein, seiner Wirklichkeit zu tun haben muss. Und wenn wir eine bestimmte Idee vom Markt haben, die weniger mit seinem Sein zu tun haben muss, als wir glauben, dann gilt das auch für die Sättigung dieses Marktes. Ist der Markt wirklich so gesättigt, wie er uns erscheint? Ich oute mich damit als Konstruktivist, dessen Wirklichkeitskonstruktion besagt, dass wir uns unsere Wirklichkeit von der Welt im Kopf konstruieren. Für mich gilt: Markt ist nicht, Markt macht man. Alles, was ich in der Bearbeitung des Themas vorbringe, wird für Sie nichts Neues sein. Ich will einfach nur versuchen, Sie dazu anzuregen, bekannte Dinge anders anzuschauen. Die Werkzeuge in Marketing und Verkauf sind auf der Welt, da gibt es nicht mehr viel Neues zu erfinden. Haubenköche erfinden ja auch keine Lebensmittel neu. Deren Leistung liegt vielmehr darin, Vorhandenes neu anzuschauen und mit den neuen Sichtweisen anders zu kombinieren. (Sie müssen Erdbeeren anders anschauen und sie müssen Pfeffer anders anschauen als gewohnt, um auf die Idee zu kommen, die beiden zu kombinieren. Gleiches gilt für Roquefort mit Honig). In diesem Sinne möchte ich Sie zu einer Art „geistigem Mikadospiel“ einladen. Die Stäbchen werden immer die Selben bleiben, sie sollen nur anders zum Liegen kommen. Und damit ein neues Spiel ergeben. Allen, die etwas Neues zu hören wollen um sich dadurch Klarheit zu verschaffen, möchte ich gleich am Anfang den Erwartungsdruck nehmen: Sie werden nichts Neues hören, und ob es Klarheit gibt, kann ich Ihnen nicht versprechen. Aber vielleicht hilft Ihnen Antoine de Saint-Exupérie: „Um klarer zu sehen genügt oft nur ein Wechsel der Blickrichtung“.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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