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Die Lieblinge der Nation

31.03.2005

Die Frischewaren wiesen wertmäßig seit 2001 eine leicht rückläufige Tendenz auf. Im Vorjahr allerdings konnte dieser Trend gestoppt werden.

Die Österreicher haben im Jahr 2003 rund 4,72 Mrd. E und im Jahr 2004 rund 4,78 Mrd. E für Lebensmittel-Frischeprodukte (exklusive Brot) ausgegeben. Dies entspricht einer wertmäßigen Steigerung von 1,4%, der eine mengenmäßige Steigerung von 2% gegenübersteht.
Sieger bei den Mengenzuwächsen sind Fleisch (+9,4%), Fertiggerichte (+9,2%), Tiefkühlobst- und Gemüse (+6,5%) und ganz besonders Kartoffeln mit einem Plus von 15%. Bis auf Fleisch konnte keine der Gruppen aber auch die Wertzuwächse im gleichen Ausmaß erreichen. Lediglich bei Eiern ist der Trend umgekehrt. Obwohl mengenmäßig etwas weniger Eier gekauft wurden, ist der Wertanteil um fast 9% gestiegen. Von allen Produkten der RollAMA Warengruppen geben die Österreicher am meisten Geld für Schnittkäse aus. 203 Mio. E investieren sie dafür, gefolgt von Frischmilch mit 195 Mio. E, Schweinefleisch mit 177 Mio. E und Kochschinken mit 141 Mio. E. In heimischen Kühlschränken finden sich auch sehr gerne Brätwürste (z. B. Extrawurst), Butter, Fruchtjoghurt, Würstel und Eier.
Die Daten der RollAMA beziehen sich auf Aufzeichnungen der Einkäufe von 1.400 heimischen Haushalten.

Jahresrückblick. Die AMA Marketing untersuchte auch für 2004 wieder mittels rollierender Agrarmarktanalyse (RollAMA) das Konsumverhalten der Österreicher im Bereich Lebensmittelfrischwaren. Dabei wird deutlich, dass sich jahrelange Trends verstärken und Fleisch wieder „in aller Munde“ ist. Es wird unter anderem auch analysiert, für welche Lebensmittel die Österreicher am meisten Geld ausgeben und welche Produkte sich in den Kühlschränken am häufigsten finden. Der Aktionsanteil im Handel steigt nach wie vor ungebrochen an.
Eine deutliche Zunahme an Verkaufsaktionen ist im Handel seit Jahren zu beobachten. Ausnahme ist dabei Zielpunkt, der den Aktionsanteil etwa gleich hielt. „Aktionskaiser“ ist Billa. Dort gehen mittlerweile fast 20 Prozent der Lebensmittel als Aktionsware über den Ladentisch. Die anderen Handelsketten liegen allesamt mit 13 bis 15 Prozent ähnlich in ihrer Aktionspolitik. „Gewinner“ im Frischebereich ist laut der RollAMA-Studie so wie in den vergangenen Jahren der Lebensmitteldiskonter Hofer. Seine Unternehmensstrategie in Bezug auf die Forcierung der Frische-Warengruppen für Konsumenten kommt an. Auch die Entscheidung vor einiger Zeit, die Tiefkühlkost ins Sortiment aufzunehmen, hat dem Diskonter nachhaltig Zugewinne verschafft.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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