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Die neue Kaffeeallianz

07.05.2018

Nestlé übernimmt weltweit die Rechte für die Vermarktung der Konsum- und Gastronomieprodukte der Kaffeekette Starbucks. Gute Nachrichten auch in Europa: Die Streitigkeiten mit der Schweizer Händlerallianz konnten beigelegt werden.

Zwei Kaffeemarken die Nestlé bereits hat, sind dem Konzern nicht genug. Der Schweizer Lebensmittelriese formt mit der amerikanischen Kaffeehauskette Starbucks eine globale Kaffee-Allianz. Gemeinsam mit Nescafe und Nespresso führt das Unternehmen damit drei "herausragende Marken der Kaffeewelt" zusammen. Gerüchte über diesen Zusammenschluss gibt es bereits seit November 2017, als Starbucks seine Teemarke Tazo an den Rivalen Unilever verkauft hat. Bei dem Handelsgeschäft geht es nicht um die über 28.000 weltweit bekannten Starbucks-Kaffeehäuser. Tatsächlich ging es Nestlé beim 7,15 Milliarden-Dollar-Deal (5,97 Mrd. Euro) um die weltweiten Vermarktungsrechte der Konsum- und Gastronomieprodukte der US-Kette.

Wachstum in allen Bereichen

Künftig kann der weltweit größte Nahrungskonzern also Starbucks-Produkte wie Kaffeebohnen oder gemahlenen Kaffee in allen Supermärkten vertreiben, ausgenommen sind Fertiggetränke. Beide Unternehmen wollen auch bei der Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte zusammenarbeiten. "Das ist ein bedeutender Schritt für unser Kaffeegeschäft. Es ist die größte der schnell wachsenden Produktkategorien von Nestle", sagte Chef Mark Schneider zu der neuen Allianz, die dem Konzern vor allem helfen soll in Nordamerika weiter zu wachsen. Allerdings ist das nicht das einzige Segment, das Nestlé vergrößert. Das Tiernahrungsgeschäft wurde mit einer Übernahme in Großbritannien Ende April ebenfalls ausgebaut. Die neue Tochter Hundefutterhersteller Tails.com vertreibt via Internet Hundefutter, welches die Abnehmer nach den Vorlieben und Diätbedürfnissen ihres Vierbeiners zusammenstellen lassen können.

Friede, Freude, Eierkuchen

Nach monatelangem Ringen hat sich Nestle im Streit um künftige Einkaufspreise mit der Händlerallianz Agecore, um Edeka und Coop, geeinigt. Um den Druck auf den Schweizer Konzern zu erhöhen, hatten die Einzelhändler Produkte des Nahrungsmittelproduzenten aus den Regalen genommen. Nun sollen die Produkte bald wieder in den Supermärkten der insgesamt sechs Einzelhändler zu finden sein und „Normalbetrieb“ einkehren.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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