Direkt zum Inhalt

Die öffentliche Meinung

14.08.2018

Wie sie entsteht und manipuliert wird

„Die öffentliche Meinung“, eines der wichtigsten Werke des amerikanischen Journalisten, Schriftstellers und Medienkritikers Walter Lippmann hat an Aktualität nichts eingebüßt. Heute noch mehr als damals (das Buch wurde 1922 erstmals publiziert) haben Werbung, politischer Spin und (politische) Inszenierungen entscheidenden Einfluss auf die Gesellschaft.

Walter Lippmann gilt als einer der einflussreichsten Propagandisten des Neoliberalismus und einer gelenkten Demokratie, der dem marktradikalen Denken zum Siegeszug verhalf. Lippmanns 1922 erschienenes Buch „Public Opinion“ gilt als ein Klassiker in Sachen Manipulation und Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Von ihm wurde der Begriff „Kalter Krieg“ geprägt und in den allgemeinen Sprachgebrauch gebracht. Weil die Durchschnittsbürger in einer Demokratie damit überfordert sind, komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge zu durchschauen, entwickelte er das Konzept einer gelenkten Demokratie, um die Meinung der Masse mit Hilfe manipulativer Techniken zu steuern. Seine Methoden der Meinungsbeeinflussung sind heute aktueller denn je. Marketing, Werbung, politischer Spin, politisches Framing, Beeinflussung sozialer Veränderungsprozesse, Inszenierungen aller Art und bewusst produzierte Fake News dominieren die Ereignisse. Und haben Walter Otto Ötsch und Silja Graupe dazu motiviert dieses hochinteressante Werk Lippmanns herauszugeben. Sie sind der Meinung, dass es höchste Zeit ist, dass wir uns als Gesellschaft über die Macht der inneren Bilder zumindest wieder jenes Wissen aneignen, das vor gut 90 Jahren schon darüber existierte. „Die öffentliche Meinung“ ist für beiden Ökonomen dafür der perfekte Ausgangspunkt.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung
Werbung