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Die stille Gegenrevolution

06.03.2017

Klaus F. Rittstieg zeigt, dass die Benachteiligung der Frauen nicht durch die Beschwörung einer eingebildeten Gleichheit, wie dem derzeitigen Gender-Mainstreaming, überwunden werden kann, sondern nur durch eine echte Gleichwertigkeit.

Spannend: Nur bis zur 9. Schwangerschaftswoche ist das Gehirn von Mädchen und Jungen gleich, also ein politisch korrektes Unisex-Gehirn, wie es im Genderlehrbuch steht. Diese wissenschaftlich bewiesene Maßnahme und andere wissenschaftlichen Tatsachen sind die Puzzlesteine dieses Buches, das der Frage nachgeht, ob wir (Frau und Mann) vielleicht doch nicht so gleich sind. Eine Thematik, die Klaus F. Rittstieg, der sich selbst als modernen Familienvater sieht, keine Ruhe mehr ließ. Seine Kinder, die er bewusst in keine Geschlechterrolle gedrängt hatte, wollten davon partout nichts wissen. Und auch seine Ehe entwickelte sich, fast wie von selbst, zu einem eher traditionellen Modell. Rittstieg fragte sich daher, wo Gleichheit eigentlich stattfindet. Heraus kam eine spannende und unterhaltsame Reise durch die Evolutionsbiologie, Genetik und Gehirnforschung – äußerst erfrischend, gerade in einer Zeit in der das Binnen-I anstatt Frauenrechte zu stärken nur die deutsche Sprache verstümmelt und die Gleichberechtigung droht, so auch die Ansicht vieler Frauen, in einem erzwungenen Gleichheitsmachtkampf unterzugehen. Das Buch ist daher ein Plädoyer für weniger Gender-Mainstreaming-Irrsinn und mehr Respekt vor den unterschiedlichen Fähigkeiten und Wünschen. Und es ist ein Buch zum Nachdenken und Schmunzeln.

 

Die stille Gegenrevolution

Autor: Klaus F. Rittstieg

Verlag: Braumüller Verlag

ISBN: 978-3-99100-203-1

Seiten: 216 Seiten

Preis: 22,00

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