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HV-Geschäftsführer Rainer Will und Markus Inzinger (GF Otago Online Consulting) präsentierten am 22. Mai die Studie.

Digital Visibility Report 2019 des Handelsverbands

24.05.2019

Die A-Lage in der digitalen Welt ist die erste Ergebnisseite der Suchmaschine Google. Wer es dorthin nicht schafft, wird vom Konsumenten schlicht nicht wahgenommen. Aber wie steht es um die „digitale Lage“ des österreichischen Einzelhandels?

Welche Retailer haben sich die besten Positionen auf google.at gesichert? Sind die größter Einzelhändler auch die sichtbarsten? Welche Nischen-Player haben die Nase vorn? Diese Fragen beantwortet der brandneue Digital Visibility Report, die größte Erhebung zur Suchmaschinen-Sichtbarkeit der Einzelhandelsbranche in Österreich, welche der Handelsverband in Kooperation mit dem Suchmaschinen-Spezialisten Otago Online Consulting erstellt hat. Für den Report wurden acht branchenspezifische Keyword-Sets erstellt. Aus den Suchergebnissen jedes einzelnen dieser insgesamt über 40.000 Keywords wurde anhand rund 2 Mio. Datensätzen ein Index für die Sichtbarkeit in google.at errechnet. Aufgrund der dominanten Marktstellung von Google im Suchmaschinen-Markt hat sich die Analyse auf diese beschränkt.

„Lage, Lage, Lage – das Credo bei der Immobilien-Standortwahl gilt auch in der digitalen Welt, denn 75% der Konsumenten suchen Informationen zu Einzelhandelswaren im Internet. Eine gute Lage im Ranking der größten Suchmaschinen bringt Kunden-Traffic und damit Kaufabschlüsse. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem Österreichs große Händler in der Regel gut aufgestellt sind, aber auch Spezialisten decken ihre Segmente verblüffend gut ab. Daher dient diese Studie auch als Rüstzeug für KMU, denn nicht die umsatzstärksten Händler sind auch immer die sichtbarsten: Amazon ist nicht in allen Warengruppen die Nr.1. Die Suchmaschine ist die bundesweite, digitale Einkaufsstraße, vom Burgenland bis nach Vorarlberg.“, so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes.

Dies gilt nicht nur für den Einzel- und Großhandel, sondern für jede Organisation, die gesehen und gefunden werden möchte, vom Friseur über den Handwerker bis hin zum Hotel, von der Politik bis zur NGO, vom KMU bis zum Konzern.

Der Weg an die Spitze: teuer oder smart

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, die Top-Positionen zu besetzen. Zum einen mittels Google Ads: Ganz grob kostet jeder Klick je nach Keyword und Mitbewerb zwischen 20 cent und 2 Euro, unabhängig davon, ob der Konsument letztendlich etwas kauft oder nicht. Das kann schnell ins Geld gehen. Die andere Möglichkeit: Eine Top-Platzierung durch konsequente Optimierung des eigenen Online-Angebots im Hinblick auf die Suchmaschinen-Auffindbarkeit, die sogenannte „Suchmaschinenoptimierung“.

Markus Inzinger, geschäftsführender Gesellschafter von Otago Online Consulting: „Suchmaschinen bieten für Unternehmen die Chance, genau in dem Moment sichtbar zu sein, in dem ihre Kunden einen Bedarf haben. Wer Bedarf hat sucht auch. Heute kann das Ziel aber nicht mehr nur sein, in der Suchmaschine auf Seite eins zu erscheinen – nur wer wirklich ganz oben ist, wird geklickt. Sichert man sich diesen Klick nicht, gibt man den Kunden an die Konkurrenz ab.“

Handelsfremder Mitbewerb

In manchen Warengruppen ringen die Einzelhändler mit eher ungewöhnlichen Mitbewerbern um die Sichtbarkeit in der Suchmaschine, so etwa im Bereich Lebensmittel. Hier haben Rezeptplattformen wie gutekueche.at oder ichkoche.at eine hohe Sichtbarkeit, sie belegen im Branchenranking die vier ersten Plätze. Obwohl diese Plattformen keinerlei Lebensmittel verkaufen, haben sie relevanten Content aufgebaut.

Aus dem LEH finden sich unter den Top-Retailern billa.at auf Platz 6, unimarkt.at auf Rang 15, gefolgt von hofer.at gleich dahinter.

Abkürzung an die Spitze – per Vergleichsplattform

Über alle Branchen hinweg topplatziert sind Vergleichsplattformen wie Geizhals, Idealo oder Wogibtswas. Grund für die gute Sichtbarkeit ist einerseits das umfangreiche „Produkt-Portfolio“, andererseits die zahlreichen externen Verlinkungen, welche die Seite stärken. Hohe Relevanz für den Konsumenten wird durch Preis- aber auch Feature-Vergleiche ermöglicht, die ihm bei der Orientierung im Online-Produkt-Dschungel helfen.

Shops, die also (noch) keine wettbewerbsfähige, generische Position in der Suchmaschine erreichen, können sich via Vergleichsplattformen und Marktplätze eine gute Sichtbarkeit erkaufen. Oder eben durch bezahlte Google Ads. Langfristig kostengünstiger ist es aber, das eigene Online-Angebot für die Suchmaschine zu optimieren.

„Dass noch viel Potenzial besteht, sieht man daran, dass die größten Organisationen nicht die sichtbarsten sind. Hoffnung macht, dass viele Spezialisten sich ihr spezifisches Segment gesichert haben. Mit diesem Report geben wir der heimischen Wirtschaft ein Werkzeug an die Hand, um Potenziale zu heben, eigene Nischen zu finden oder ihre Position zu sichern.“, so Rainer Will vom Handelsverband.

Interessierten Unternehmen bietet Otago Online Consulting eine Potenzial-Analyse, in deren Rahmen das bisherige Ranking sowie die Sichtbarkeit bestehender Keywords erhoben und Optimierungschancen für die wichtigsten Ranking-Faktoren erarbeitet werden. Diese Analyse kostet für Mitmglieder des Handelsverbands 790 Euro, alle anderen bezahlen 990 Euro dafür.

Links: 

https://www.handelsverband.at/publikationen/studien/digitalvisibilityreport2019/

www.otago.at

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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