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Discounter setzen Erfolgskurs mit gebremsten Tempo fort

18.07.2005

Im Kampf um die Kunden waren 2004 in Deutschland die Discounter erneut die Gewinner, der klassische Lebensmitteleinzelhandel (LEH) verzeichnete dagegen stagnierende Umsätze – dies ist eine der wesentlichen Entwicklungen, die die jetzt erscheinenden ACNielsen Universen 2005 dokumentieren.

Der LEH (inklusive Aldi und Drogeriemärkten) verzeichnete im vergangenen Jahr bei einem Umsatzvolumen von 132,2 Milliarden Euro gegenüber 2003 nur eine stagnierende Entwicklung. Allerdings konnten die Discounter ihre Erfolge der vergangenen Jahre mit gedrosseltem Tempo fortsetzen und erwirtschafteten ein Umsatzplus von 2,3 Prozent. Der Wettbewerb nimmt aber auch unter den Billigheimern zu, da sie die Zahl ihrer Filialen erhöhten. Dies geht vor allem zu Lasten von Branchenprimus Aldi, der zwar prozentual mehr Filialen als die Konkurrenz eröffnete, beim Umsatz aber nicht zulegte.

Wettbewerber wie Lidl konnten dagegen mit deutlichen Zuwächsen aufwarten: die durchschnittlichen Ausgaben pro Haushalt kletterten dort um fünf Prozent auf 684 Euro. Damit vergrößerte die Discountbranche ohne Aldi ihren Anteil an den Gesamtausgaben der Verbraucher auf 19,1 Prozent. Dieses Wachstum ging laut AC Nielsen Universen vor allem zu Lasten der Supermärkte.

Nach wie vor spielt das Preisbewusstsein der Verbraucher beim Einkauf eine entscheidende Rolle. So werden Markenartikel bereits von zwei Dritteln der befragten Konsumenten als stark überteuert empfunden, dies sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Dass Markenartikel qualitativ besser sind als andere Produkte, glauben allerdings inzwischen wieder mehr Konsumenten.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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