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dm drogeriemarkt

05.10.2005

dm drogerie markt setzt sich nach wie vor intensiv für die Liberalisierung der Richtlinien zum Verkauf rezeptfreier Arzneimittel in Österreich ein. „Wir haben konstruktive Gespräche mit dem Ministerium, Vertretern des Hauptverbandes der Sozialversicherungen, der Arbeiterkammer und großen Pharmafirmen geführt“, erklärt KR Günter Bauer, Geschäftsführender Gesellschafter von dm drogerie markt. Die Bemühungen rund um die Verbreiterung des Sortiments bei Arzneimitteln will dm fortsetzen und stellt dabei das historisch geprägte dm-Selbstverständnis von „der Apotheke des kleinen Mannes“ in den Vordergrund.

„Die Ergebnisse der neuen Marktforschung beweisen, dass die Menschen uns das Vertrauen entgegenbringen und eine Ausweitung der Einkaufsmöglichkeiten im Bereich rezeptfreie Arzneimittel mehr als begrüßen. Der Vergleich zu Deutschland macht klar, dass die Liberalisierung einzig eine Frage der Zeit ist“, so Bauer. In Deutschland verkauft dm derzeit 176 rezeptfreie Arzneimittel in Selbstbedienung. Hierzulande bietet dm 40 rezeptfreie Arzneimittel an, diese müssen jedoch in verschlossenen Schränken aufbewahrt werden und dürfen nur in Bedienung abgegeben werden. Ziel von dm ist es, alle 2300 in Österreich zugelassenen rezeptfreien Arzneimittel verkaufen zu dürfen.

Bei einer Befragung des Internet-Marktforschungsinstitutes Marketagent, durchgeführt zwischen 20. und 22. September an 500 ÖsterreicherInnen, konnten die Ergebnisse der vergangenes Jahr durchgeführten Marktforschung bestätigt beziehungsweise übertroffen werden. So hat sich die Zustimmung, rezeptfreie Arzneimittel in vergrößerter Anzahl auch bei dm zu beziehen, weiter erhöht, über 60 % der Befragten wollen auf jeden Fall bei dm rezeptfreie Arzneimittel erwerben, weitere 30 % bejahen die Frage.

Auch die Frage, ob die ÖsterreicherInnen, so wie die deutschen Nachbarn gerne aus einem vergrößerten Angebot wählen würden, wird von einer eindeutigen Mehrheit der Befragten bejaht. Ganze 80 % würden daher auch eine Abschwächung der gesetzlichen Regelungen und damit eine Ausweitung des Angebotes in Österreich begrüßen, rund 65 % erwarten sich auch auf das Gesundheitssystem im Sinne von gesamtgesellschaftlichen Kostenersparnissen positive Auswirkungen. Besonders die Gruppe der 30-59jährigen sieht hier Potenzial durch die günstigeren Preise im Drogeriemarkt.

Ein Großteil der ÖsterreicherInnen erkennt Vorteile im kombinierten Einkauf (62,9 %), oder in der Tatsache, wegen leichter Beschwerden nicht zum Arzt oder in die Apotheke zu müssen (62,5 %), eine Mehrzahl (62,1 %) der ÖsterreicherInnen findet es „praktisch“, erwartet sich attraktive Preise (53,9 %) und in Verbindung damit eine Einsparung für die Krankenkassen sowie von Rezept- und Krankenscheingebühren (rund 50 %).

Besonders freut man sich bei dm über das große Vertrauen der ÖsterreicherInnen. Günter Bauer: „Über 60 % der ÖsterreicherInnen nennen auf die Frage, in welchem Drogeriemarkt Sie sich vorstellen könnten, rezeptfreie Arzneimittel zu kaufen, spontan dm. Das bestätigt uns darin, auch weiterhin alles daran zu setzen, noch mehr Arzneimittel bei dm anzubieten. Gleichzeitig ist das ein Lob für unsere aufwändigen Schulungen und für den DrogistInnenstand insgesamt“, so Bauer, „denn oft werde dieser schwierige Lehrberuf unterschätzt.“

62,1 % der ÖsterreicherInnen erteilen den dm-DrogistInnen laut Umfrage ein gutes Zeugnis, wenn es um die Beratungskompetenz geht und sind damit der Ansicht, dass eine geschulte DrogistIn kompetente Auskunft zum Thema Arzneimittel geben kann. Interessant ist auch, dass die ÖsterreicherInnen sehr eigenverantwortlich handeln und eine überwiegende Mehrheit Beipackzettel liest (88,2 %), weitere 8,2 % lesen Beipackzettel bei Bedarf. Bereits rund 80 % informieren sich außerdem über das Internet zu Wirkungen, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen.

Zur Frage der Liberalisierung und dem oft geäußerten Bedenken, eine weitere Öffnung des Marktes würde zu einer vermehrten Medikamenteneinnahme durch leichtere Beschaffung führen, äußern sich die ÖsterreicherInnen klar: Mehr als 70 % glauben nicht, dass Kamillosan, Supradyn und andere rezeptfreie Arzneimittel missbraucht werden könnten.

In Österreich gelten strengere gesetzliche Auflagen für den Verkauf von rezeptfreien Arzneimitteln als im Drogerie- und Lebensmittelhandel in Deutschland. So darf etwa der Diskont-Lebensmitteleinzelhandler Norma (1.300 Filialen in Deutschland, Frankreich, Tschechien und Österreich) in Deutschland seit kurzem homöopathische Arzneimittel verkaufen, die in Österreich nur in der Apotheke erhältlich sind. Aber auch abseits der Homöopathie ist eine Vielzahl an Inhaltsstoffen hierzulande im Unterschied zu Deutschland apothekenpflichtig: So sind Arzneimittel mit Stoffen wie Johanniskraut, Echinacea oder Teufelskralle und eine ganze Palette an Produkten wie beispielsweise Tetesept Erkältungskapseln, Hustensaft und Magentropfen in Österreich anders als bei unseren deutschen Nachbarn den Apotheken vorbehalten.

Neben den Inhaltsstoffen entscheiden auch die Texte auf der Packung oder im Beipacktext: Nicht nur Inhaltsstoffe oder Dosierung sondern auch Hinweise auf Linderung, Verhütung oder Heilung machen ein Produkt zum Arzneimittel und verhindern somit einen freien Verkauf. Auch die Zulassung muss in jedem Land beantragt werden und ist kostenpflichtig. Daher bemühen sich viele Hersteller erst gar nicht um eine Zulassung am österreichischen Markt, der als wesentlich strenger bekannt ist als der deutsche.
Dies sind jedoch nicht die einzigen Punkte die den deutschen vom österreichischen Markt unterscheiden: In Deutschland dürfen alle frei verkäuflichen Arzneimittel in Drogerien und sogar im Lebensmittelhandel in Selbstbedienung verkauft werden, sofern die MitarbeiterInnen über einen Sachkundenachweis verfügen. Dieser Sachkundenachweis entspricht bei weitem nicht dem Umfang und den Inhalten einer Drogistenausbildung in Österreich. Zudem dürfen in Österreich alle diese Arzneimittel nur über einen verschlossenen Arzneimittelschrank in Bedienung durch die dm Mitarbeiter verkauft werden.

Der Drogist, die Drogistin nimmt seit jeher eine Stellung zwischen der Apotheke und dem Einzelhandel ein. In dieser Funktion sind die DrogistInnen bestmöglich geschult: Mit einer fundierten Ausbildung im Bereich der Heilpflanzenkunde sowie in organischer und anorganischer Chemie, bringen sie die besten Voraussetzungen für eine qualifizierte Beratung der Kunden mit. Bereits seit Jahren beraten ausgebildete Drogisten bei dm Kunden kompetent im Bereich Nahrungsergänzungsmittel. Auch was rezeptfreie Arzneimittel anbelangt, verfügen DrogistInnen über ausreichend fundiertes Wissen für eine kompetente Beratung.

Weitere Informationen unter: www.dm-drogeriemarkt.at

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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