Direkt zum Inhalt

dm sieht noch viel Potenzial für Medikamentenversand

25.01.2012

Der Medikamentenversand „Zur Rose“, der mit dm Drogerie Markt kooperiert, hat 2011 seinen Umsatz in Österreich auf 5 Mio. Euro verdoppelt.

Treibende Kraft sei dabei die Zusammenarbeit mit dem dm Drogeriemarkt gewesen, sagte Walter Oberhänsli, Gründer und Unternehmenschef der Schweizer "Zur Rose"-Gruppe, in Wien vor Journalisten. dm wirbt für die Zur-Rose-Produkte in den Filialen, bestellen müssen die Kunden aber direkt beim Partnerunternehmen, zugestellt wird nach Hause, so dm-Geschäftsführer Harald Bauer.

 

Verglichen mit dem österreichischen Gesamtumsatz für rezeptfreie Medikamente (OTC) von 520 Mio. Euro ist der Versand in Österreich noch ein sehr kleiner Markt. Aber derzeit ist diese Vertriebsform in Österreich verboten - bestellt werden kann legal nur im EU-Ausland. Deshalb beliefert Zur Rose die Österreicher über ihre in Tschechien beheimatete Tochter VfG (Versandapotheke für Gesundheit). In Deutschland, wo der Versand 2004 liberalisiert wurde, werden inzwischen 11 Prozent der rezeptfreien Medikamente im Versandhandel bestellt, in den USA sind es sogar 25 Prozent aller Medikamente, verweist VfG-Geschäftsführer Rainer Seiler auf die Wachstumschancen in Österreich.

 

Bauer und Oberhänsli verweisen darauf, dass der Verein für Konsumenteninformation (VKI) Zur Rose bescheinigt habe, alle gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten. Bauer will nun einen Schritt weiter gehen und in den Filialen Terminals aufstellen, über die Kunden direkt bei „Zur Rose“ bestellen können. Bis zu 40 Prozent billiger als in der Apotheke seien Arzneimittel bei „Zur Rose“. Wenn man davon ausgehe, dass eine durchschnittliche Familie 250 Euro im Jahr für rezeptfreie Medikamente ausgebe, komme eine nennenswerte Ersparnis zusammen. Gut 1.000 Produkte dürfen in Österreichs Apotheken rezeptfrei verkauft werden. In den Filialen darf dm derzeit keine OTC liegen haben, nur rund 40 Produkte, zumeist Tees, werden angeboten, so Bauer. Ziel des Unternehmens bleibt es, rezeptfreie Produkte direkt zu vertreiben.

 

Zur Rose habe 2011 in Österreich 100.000 Kunden gehabt, nach 30.000 im Jahr davor. 85 Prozent seien Frauen, typischerweise sind die Kunden zwischen 40 und 49 Jahren alt. Auch werde intensiv beraten, sagte Seiler. Im Vorjahr seien 1.700 Telefonanfragen beantwortet worden. Zur Rose ist auch stolz darauf, die eigene Homepage prominent mit der Apothekerhomepage „Auf der sicheren Seite“ verlinkt zu haben, wo Konsumenten über Fälschungen und Risiken bei der Bestellung im Internet informiert werden.

 

dm und Zur Rose präsentierten auch eine Marketagent-Studie, wonach 75 Prozent der Österreicher gerne mehr OTC-Medikamente in der Drogerie kaufen würden. Ebenfalls 75 Prozent beteuern, sie würden deshalb nicht öfter zur Medizin greifen. Ein Drittel der Befragten kann sich vorstellen, Medikamente über den Versandhandel zu bestellen, Vorteile seien die bequeme Bestellung rund um die Uhr und günstigere Preise. Zugleich ist für rund 60 Prozent der Befragten Beratung wichtig oder sehr wichtig.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Industrie
28.09.2020

Nach fast 20 Jahren wurde das schon etwas in die Jahre gekommene Design zeitgemäß überarbeitet und präsentiert sich mit klar strukturiertem Logo.

Markenartikel
28.09.2020

Ganz im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie von Nutricia Milupa wird ab Oktober ein Teil des Aptamil Portfolios in Bio-Qualität angeboten. Damit geht Nutricia Milupa auf den Wunsch ...

Die Wiener Tafel, mit 21 Jahren die älteste heimische Tafelorganisation, fungiert als Schnittstelle zwischen Lebensmittelspenden und bedürftigen Menschen. Darüber hinaus will man die unnötige Entsorgung genießbarer Lebensmittel in Privathaushalten durch Informationen und mehr Vertrauen in die eigenen Sinne bekämpfen.
Thema
28.09.2020

Am 29. September ist der 1. International Day of Awareness of Food Loss and Waste, den die UN ins Leben gerufen hat. Damit macht die UN verstärkt auf das Problem der Lebensmittelverschwendung ...

Das Land Oberösterreich und Spar setzen ein starkes Zeichen für ein „GewaltFREIES Leben“: Jakob Leitner, Geschäftsführer der Spar-Zentrale Marchtrenk, Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer (Mitte), sowie Natascha Wimberger (l.), Marktleitung im Eurospar Passage City Center, und ihre Stellvertretung Rebecca Reischl (r.).
Thema
28.09.2020

„GewaltFREIES Leben – auch für Sie!“. So heißt die neue Informationskampagne des Landes Oberösterreich gemeinsam mit der Spar-Zentrale Marchtrenk. In über 250 Spar- und Eurospar-Märkten werden ...

Hofer-CEO Horst Leitner und Ventocom-Geschäftsführer Michael Krammer dürfen sich über die erste Million Kunden für ihre Marke HoT freuen.
Handel
25.09.2020

Seit mehr als fünf Jahren begeistert die Hofer Mobilfunk-Exklusivmarke HoT mit maßgeschneiderten Angeboten sowie dem Versprechen, niemals teurer, sondern nur günstiger oder besser zu werden und ...

Werbung