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Durchs Denken unbesiegbar werden

04.05.2006

Serie Verkaufsimpulse – Schlussfolgerungen. Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen bringen verschiedene Typen von Konsumenten hervor.

Wirtschaft und Märkte können nicht losgelöst gesehen werden von den gesellschaftlichen Entwicklungen. Und die gegenwärtigen und zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklungen wie Flexibilisierung des Arbeitsmarktes oder Reformen der Sozialsysteme könnten zwei grundlegend verschiede Typen von Konsumenten hervorbringen, die mit unseren Selbstverständlichkeiten, die für die „alten“ Durchschnittsverbraucher eventuell brauchbar waren, nicht bedient werden können.Auf der einen Seite fallen immer mehr Menschen teilweise oder ganz aus dem Erwerbsleben heraus, leben von Ersparnissen, staatlichen Überbrückungen und Schwarzarbeit. Und die, die im Erwerbsleben bleiben, erleben auch ein Down-Trading ihrer Einkommen, indem sie Sicherheit gegen sinkendes Einkommen eintauschen. Das werden in Zukunft jene Konsumenten sein, die zwar viel Zeit haben aber wenig Geld: Time Rich-Money Poor.Und dann gibt es die andere Gruppe, die ebenfalls größer wird - Turbo-Arbeiter mit ständig sinkenden Zeitreserven, Hard Working Couples, Power-Ladies, neue Karrieristen. Selbst einfache Angestellte müssen wieder ein deutliches Mehr an beruflichem Engagement zeigen. Besonders für die Familien steigt damit die Zeit- und Aufmerksamkeitsnot in immer komplexeren Alltagssituationen: Time Poor-Money Rich.Diese beiden Konsumkulturen werden sich auseinander entwickeln. Die eine ist passiv, nur am Schnäppchen orientiert, die andere hat mit dem Handling materieller Güter immer mehr Probleme und sucht nach Dienstleistungen, die die Komplexität ihres Lebens erleichtern. („Das neue Auto ist nicht das Problem, wo kriege ich eine verlässliche Putzfrau her?“)Das heißt, hier gehen Märkte auf, die bedient werden wollen. Und zu Ihrer Befriedigung bedarf es dieses Perspektivenwechsels in der Marktwahrnehmung und -bearbeitung, über die wir hier nachgedacht haben.Wozu ich aufrufen will, ist so etwas wie eine Kopernikanische Wende im Marketing.Fortschritt – Entwicklung, Ding – Beziehungen, Produkt – Markt, Tun – Bewirken, Probleme – Anliegen, Brauchen – Wollen sind die in diesem Zusammenhang relevanten Ansätze. Man kann also schon formulieren: „Neue Märkte durch neues Denken!” – oder, als Grundsatz der Shaolin-Mönche: „Es ist Dein Denken, das Dich unbesiegbar macht!”Der Autor: Mag. Gerhard J. Vater ist Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien und arbeitet als Managementberater und -trainer.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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