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E-Commerce Markt wächst ungebremst

12.11.2013

Die E-Commerce-Märkte in Österreich und der Schweiz wachsen weiterhin beachtlich. Dies ergab die aktuelle Studie „E-Commerce-Markt Österreich/Schweiz 2013“ von EHI Retail Institute und Statista, in der zum dritten Mal die jeweils 250 umsatzstärksten Online-shops für physische und digitale Güter analysiert wurden. Die Ergebnisse zeigen auch, dass die beiden Alpenländer die Relevanz von Multichannel erkannt haben.

Mit einer Wachstumsrate von 19 Prozent generierten die jeweils 250 umsatzstärksten Onlineshops in Österreich 2012 einen Umsatz von 2,5 Mrd. Euro (Vorjahr 2,1 Mrd.). Noch bemerkenswerter ist die Steigerungsrate in der Schweiz mit 26,5 Prozent, die untersuchten Shops erwirtschafteten hier einen Umsatz von 4,3 Mrd. Euro (Vorjahr 3,4 Mrd.). Die Marktkonzentration blieb in beiden Ländern annähernd konstant, in Österreich generierten die 10 umsatzstärksten Händler 30,7 Prozent und in der Schweiz 35,2 der Online-Umsätze.

 

Bezogen auf Produktsegmente liegen die Generalisten – Händler, die Produkte in mindestens 5 Segmenten anbieten – in Österreich vorn, sie erwirtschafteten 34,7 Prozent des Gesamtumsatzes. In der Schweiz hat das Produktsegment „Computer, Unterhaltungselektronik, Handys, Zubehör“ mit 29,2 Prozent einen größeren Umsatzanteil als die Generalisten mit 23,2 Prozent. Deutlich unterscheiden sich die beiden Alpenländer auch in Bezug auf das Segment „Lebensmittel“: Während der Umsatzanteil in Österreich hier nur 2,2 Prozent ausmacht, liegt er in der Schweiz bei 8,2 Prozent. Zu den Top 10 umsatzstärksten Onlineshops in der Schweiz zählen die Lebensmittelhändler leshop.ch, coopathome.ch und Nespresso.

 

61,2 Prozent aller untersuchten Onlineshop-Betreiber in Österreich positionieren sich zusätzlich mit einem stationären Ladengeschäft am Markt. Weitere Vertriebskanäle sind vor allem die Marktplätze von Amazon mit 36,4 Prozent sowie eBay mit 26,8 Prozent und Kataloge mit 18,4 Prozent. Bereits 34,4 Prozent der Onlineshops bieten eine für Smartphones optimierte Website oder App mit integrierter Shopfunktion an. Dazu Patricia Mussi, Geschäftsführerin des österreichischen Handelsverbands: „Wer jetzt den Schritt ins Multichannel-Geschäft macht, kann aus den Erfahrungen der Pioniere lernen und von Anfang an so manches besser machen. Der Online-Shop steht heute als Schaufenster gleichrangig neben der physischen Filiale, und für viele Konsumenten gilt: Einen Händler, den es online nicht gibt, gibt es gar nicht.“

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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