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Österreich schaffte es beim A.T. Kearney Global Retail E-Commerce Index unter die 30 wachstumstärksten Märkte.

E-Commerce: Platz 27 für Österreich

13.04.2015

Erstmals ist Österreich in der Wertung des A.T. Kearney Global Retail E-Commerce Index vertreten – und schaffte es auf der Rangliste der 30 wachstumsstärksten Märkte für E-Commerce auf den 27. Platz. An der Spitze des Rankings steht dieses Jahr die USA, die China auf den zweiten Platz verdrängt hat. Deutschland hat sich um einen Rang auf Platz 5 verbessert.

Im letzten Jahr hat der Onlinehandel weltweit seinen Wachstumskurs fortgesetzt: Der globale Onlineumsatz stieg 2014 um 20 Prozent auf über 800 Milliarden US-Dollar. Dass das Thema Online immer wichtiger wird, zeigen auch zahlreiche Unternehmensbeispiele aus Österreich. So hat Billa die Lieferung der Online-Bestellungen erst kürzlich auf sieben Bundesländer ausgedehnt, Unimarkt mit der österreichweiten Belieferung seiner Online-Kunden begonnen und Kastner mit der Beteiligung am E-Commerce Spezialisten myProduct.at zukunftsweisende Impulse gesetzt.

USA hat China überholt
Um den Einzelhandel bei der Entwicklung globaler Online-Retailstrategien und der Identifizierung von Investitionschancen zu unterstützen, hat A.T. Kearney den Global Retail E-Commerce Index entwickelt. Der Index stellt ein Ranking der 30 wachstumsstärksten Länder für den Onlinehandel dar. Bewertet werden dabei die Größe des Onlinemarkts, das Verbraucherverhalten, die Infrastruktur und das Wachstumspotenzial. In der Studie für 2014 hat die USA die Nase vorne. Aufgrund des anhaltenden Wachstums, einer anziehenden Konjunktur und einem stärkeren Verbrauchervertrauen haben sie China überholt und damit die Führung übernommen.

Asien-Pazifik bald größter E-Commerce-Markt
Der E-Commerce-Markt im Raum Asien-Pazifik wächst weiterhin – die Region wird bezogen auf Onlineumsätze bald die größte weltweit sein. Dennoch rutschten viele asiatische Länder im diesjährigen Index ab. China, die letztjährige Nummer eins, hat zwar eine weitere Expansion seines E-Commerce-Marktes verzeichnet, verliert aber einen Rang wegen eines etwas schwächeren E-Commerce-Wachstums und auch aufgrund von offenen Fragen hinsichtlich seiner langfristigen makroökonomischen Rahmenbedingungen. Das betrifft vor allem die Infrastrukturinvestitionen und Verbraucherausgaben.

Spanien und Österreich erstmals im Ranking
In Europa machen Großbritannien (3.), Deutschland (5.) und Frankreich (6.) jeweils einen Platz gut. Beeindruckende Fortschritte haben aber vor allem Belgien (mit einer Verbesserung von 15 Plätzen auf den 9. Rang) und Dänemark (12 Plätze nach oben auf den 15. Rang) gemacht. Zugelegt haben auch Spanien und Österreich: Beide schaffte es erstmals in das Ranking - Spanien auf Platz 18 und Österreich auf Platz 27. In Lateinamerika schnellt Mexiko auf den 17. Platz nach oben, während Brasilien und Argentinien aufgrund ihrer schwachen Konjunktur starke Einbußen im Index erleiden. In diesen Ländern könnten grundlegende Infrastrukturprobleme – Logistik und Transport in Brasilien, staatliche Regulierung in Argentinien – das zukünftige Wachstum des E-Commerce-Markts gefährden.

Traditioneller Einkauf weiter Nummer eins
Doch auch wenn es immer mehr ständig vernetzte Verbraucher gibt, ist und bleibt der stationäre Handel der bevorzugte Vertriebskanal. Hier wird nach wie vor der meiste Mehrwert geschaffen, da die Kunden Gelegenheit haben, die Produkte anzusehen und anzufassen, die Marke direkt zu erleben und mit dem Verkaufspersonal zu interagieren. Die Zukunft sieht Mirko Waschun, Partner bei A.T. Kearney und Leiter des Beratungsbereichs Konsumgüterindustrie und Handel in EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), daher in kreativen Omnichannel-Angeboten, die Online-Shopping und traditionellen Einkauf miteinander verknüpfen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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