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Edelgetränke profitieren vom Promotiondruck

08.11.2006

Einem wertmäßigen Wachstum stehen geringere Absatzmengengegenüber. Bei Weinbrand gab es die stärksten Preiserhöhungen.

Der heimische Spirituosenmarkt knabbert nach wie vor an der gesunkenen Nachfrage nach Mixgetränken und verbuchte 2005 einen Rückgang auf 30,8 Millionen Liter. Im Jahr davor waren es noch 33,5 Mio., am Höhepunkt der Alcopop-Welle sogar 37,8 Mio. Liter. Während hochprozentige Spirituosen kontinuierlich von 25 Mio. (2003) über 25,5 Mio. (2004) auf 25,8 Mio. Liter im Vorjahr zulegen konnten, brach der Mixgetränke-Markt von 12,8 Mio. (2003) auf fünf Mio. Liter ein. Im Jahr 2003 erreichte der Hype bei Mixgetränken seinen Höhepunkt, seit 2004 ist dieser Markt in den Sinkflug übergegangen. Für heuer wird ein weiterer – wenngleich abgeschwächter – Rückgang erwartet.
Die Liebhaber der „klassischen Hochprozentigen“ in Europa seien die unter 30-Jährigen, wobei die Frauen als Konsumentinnen vor allem bei Tequila und Wodka zulegen würden, so Gerhard Manner, Marketingdirektor von Branchenprimus Bacardi-Martini. Die Emanzipation schlage sich auch in den Konsumgewohnheiten nieder.
Seit 2003 hat sich der Mischgetränke-Markt laut Manner mehr als halbiert und machte im Vorjahr nur noch 20 Prozent des Umsatzes aus, nach fast 50 Prozent Umsatzanteil im Spitzenjahr 2003/04 (72,73 Mio.€), sagt Manner.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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