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Martin Forster, Geschäftsführer Technik und kaufmännischer Leiter bei Egger Getränke; Jochen Danninger, Landesrat für Wirtschaft, Tourismus und Sport der nö. Landesregierung, Eigentümervertreterin Kathrin Golger, der St. Pöltener Bürgermeister Matthias Stadler und Frank van der Heijden, Geschäftsführer bei Egger Getränke für Verkauf und Marketing eröffnen die neue Abfüllanlage.

Egger Getränke investiert 25 Mio. Euro in neue Glasanlage

10.03.2020

Die Egger Getränke GmbH & Co OG nimmt Österreichs modernste Glasabfüllanlage in Betrieb: Die 25 Millionen Euro teure Anlage kann in der Vollauslastung pro Jahr 60 Millionen Glas-Flaschen in unterschiedlichsten Gebindeformen füllen. Gestartet wird mit den eigenen Premiummarken – Radlberger LIMÖ, Granny’s Apfelsaft sowie Unkraut –, die ab März in der 1-Liter-Glas-Mehrwegflasche österreichweit im Handel erhältlich sind.

Die markenneutrale Kiste ohne Branding kann auch für Marken verwendet werden, für die Egger als Lohnabfüller tätig ist.

„Als Familienunternehmen denken wir in Generationen. Dieses Investment ermöglicht ein ressourcenschonendes und nachhaltiges Angebot in der heimischen Getränkelandschaft“, so Kathrin Golger, Eigentümervertreterin des Familienunternehmens Egger Getränke. Neben den eigenen Premiummarken soll Glas als Gebinde auch für die bei Egger Getränke abgefüllten Handelsmarken sowie Lohnfüllungen zum Einsatz kommen – die ersten Gespräche dazu laufen bereits. „Mit der neuen Anlage vervollständigen wir unser Angebot und leisten einen wichtigen ökologischen Beitrag“, zeigt Golger die Pionierrolle von Egger Getränke auf.

Ab Mitte März im Handel: „Wir sehen Glas als Gebinde der Zukunft“

Ab kommender Woche sind Radlberger LIMÖ, Granny’s Apfelsaft und Unkraut in der 1-Liter-Glas-Mehrwegflasche bei Spar österreichweit erhältlich; auch die Gastronomie soll mit den Produkten angesprochen werden. Begleitet wird die Einführung von Glas-Mehrweg durch eine mehrteilige Kampagne, bei der in Anlehnung an den jahrelangen Werbespruch der Marke Radlberger die Glas-Mehrwegflasche mit den Worten „Glasklar: So geht Sommer heute.“ vorgestellt wird.

Neutrale Kiste – Mehrwert für den Handel

Die Produkte werden in einer nachhaltigen 6er-Kiste erhältlich sein – das Besondere: Durch den bewussten Verzicht auf ein Markenbranding kann die Kiste auch für Lohnfüllung und Handelsmarken eingesetzt werden. Die Kiste trägt die selbstbewusste Aufschrift „Ich trage gerne - der Umwelt zuliebe“. Martin Forster, Geschäftsführer Technik und kaufmännischer Leiter bei Egger Getränke, weiß: „Mit der neutralen Kiste reduzieren wir für den Handel die Komplexität. So machen wir es den Konsumenten und dem Handel so einfach wie möglich und erhöhen gleichzeitig die Nachhaltigkeit, weil wir markenübergreifend nur ein einziges Gebinde einsetzen.“

Mehrweg ist laut Greenpeace die ökologischste Verpackungsform

Dass Glas als neue Verpackungsform gut angenommen werden wird, davon ist Frank van der Heijden, Geschäftsführer bei Egger Getränke für Verkauf und Marketing, überzeugt: „Glas in Kombination mit Mehrweg liegt im Zeitgeist.“ Die Umweltorganisation Greenpeace begrüßt das Engagement und bestätigt zudem, dass regionale Mehrwegsysteme die ökologischste Verpackungsform sei. Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit: „Mit Mehrwegverpackungen schrumpfen wir die Müllberge, verhindern Abfall in der Natur und beenden die Wegwerf-Mentalität. Die Österreicherinnen und Österreicher wünschen sich zudem laut aktuellen Umfragen ein breiteres Angebot an Mehrwegflaschen.“ Glas ist, laut Forster, ein sehr gutes – weil inertes – Verpackungsmaterial für Getränke: Es nimmt nichts auf, gibt nichts ab und kann dank seiner glatten Oberfläche vergleichsweise einfach und mit deutlich weniger Reinigungsmitteleinsatz gereinigt werden. Darüber hinaus können Glasflaschen bis zu 50 Mal wiederbefüllt werden und im Zuge des Recycling-Prozesses kommt es nicht – wie bei anderen Gebindeformen – zu Material- oder Qualitätsverlusten. „Aus Glas kann beliebig oft wieder Glas hergestellt werden, das ist einzigartig“, so Martin Forster.

Endkonsumenten und Getränkeindustrie haben die Wahl

Mit der Entscheidung, in eine Glasabfüllanlage zu investieren und damit neue Wege in der Getränkeindustrie zu beschreiten, ist Egger Getränke – wieder einmal – Branchen-Vorreiter. „Wir stehen vor neuen Herausforderungen, denen wir nur mit Innovationsgeist und unternehmerischem Mut begegnen können“ ist Martin Forster überzeugt. Dabei soll Glas die optimale Ergänzung zu den sonstigen Verpackungsvarianten darstellen, die Egger Getränke auch weiterhin anbieten wird. „Die Kunden – sowohl die Endkonsumenten als auch die Getränkeindustrie und der Handel, für die wir abfüllen, – haben bei uns die volle Wahlfreiheit. Aber aus ökologischer Sicht ist klar, dass alle einen Anteil leisten müssen. Glasflaschen zu tragen ist der Beitrag jedes Einzelnen, auf die Umwelt zu achten“, so der Egger Getränke Chef.

Mehrweg als notwendige ökologische Alternative

Dabei setzt man auf Altbewährtes: „Ganz neu ist die Glasflasche ja nicht. Wir schließen genau dort an, wo die Getränkeindustrie Ende der 1990er Jahre schon mal war, als der Mehrweganteil bei Getränken bei über 80 Prozent lag.“ Und weiter: „Die Menschen in Österreich kennen Mehrweg-Gebindeformen, und sie wünschen sie sich auch. Wir müssen sie nur anbieten“, so Forster

Regionale Wertschöpfung in Rekord-Umsetzung

Die Anlage, die speziell für Egger Getränke konzipiert und „maßgeschneidert“ wurde, steht in einer 5.000 Quadratmeter großen Produktionshalle, die in den letzten drei Monaten umgebaut wurde. „40.000 Arbeitsstunden, 150 km verbaute Kabel und 700 Tonnen Stahl – das sind nur einige der beeindruckenden Zahlen, die einen Einblick geben, was wir in kürzester Zeit auf die Beine gestellt haben“, präsentiert Forster die Anlage nicht ohne Stolz. 150 bis 200 Personen waren täglich auf der Baustelle beschäftigt, um den Start der Glasabfüllung im Frühjahr möglich zu machen. Die Anlage selbst wurde von der Firma Krones geliefert, beim Auf- und Umbau waren zu einem guten Teil heimische Unternehmen aus der Region beschäftigt. „Wir freuen uns, dass Aufträge im Wert von insgesamt rund fünf Millionen Euro an Unternehmen in unmittelbarer Umgebung vergeben wurden. Solch lokales Investment stärkt den wirtschaftlichen Standort“, zeigt sich St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler zufrieden. Niederösterreichs Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger ergänzt: „Egger Getränke hat erneut Weitblick für die Region gezeigt. Mit Investments von insgesamt 85 Millionen Euro, die in den letzten Jahren die lokale Wertschöpfung enorm gesteigert haben, ist der Getränkehersteller ein echtes Vorzeige-Unternehmen.“

Modernste Glasanlage Österreichs bietet vielseitige Möglichkeiten

Mit der neuen Glasabfüllanlage bietet Egger Getränke die größtmögliche Wahl bezüglich Größe und Form der Glasflaschen. „Die Anlage ist ein echter Tausendsassa“, erklärt Forster. So können verschiedenste Flaschenformen von 0,2l bis 1,0l gefüllt werden – und das in unterschiedlichsten Sekundärverpackungen. Von der Mehrweg-Kiste bis zum Vollkarton, von Leimetiketten bis zu transparenten Haftetiketten sind über 300 verschiedene Kombinationen möglich. Die Maximalleistung der neuen Glasanlage beträgt bis zu 30.000 Flaschen pro Stunde. „Wir haben hier einen echten Mehrwert für unser Partner geschaffen“, ist auch Frank van der Heijden zufrieden. Langfristig rechne er mit einer Jahreskapazität von 60 Millionen Flaschen – das entspricht in etwa der aktuellen jährlichen Absatzmenge an alkoholfreien Getränken in Glasflaschen im heimischen Lebensmitteleinzelhandel[1]. Besonders nachhaltig: Auch die neue Glasanlage wird – wie die gesamte Produktion von Egger Getränke – zu 100 Prozent klimaneutral betrieben. Abgesehen davon ermöglicht die eingesetzte neueste Technologie, dass im Vergleich zu den herkömmlichen Produktionsanlagen 25 Prozent weniger Energie und 50 Prozent weniger Wasser verbraucht werden.

Starkes Unternehmen auf drei Standbeinen

Als Familienunternehmen verbindet Egger Getränke Flexibilität mit Erfahrung und macht laufend mit Innovationen auf sich aufmerksam. Der Erfolg des Unternehmens, das jährlich rund 400 Millionen Getränke abfüllt, lässt sich auf eine langfristig ausgelegte Strategie und die Konzentration auf drei Standbeine zurückführen, nämlich die Entwicklung von Premiummarken, Lohnfüllung und Handelsmarken sowohl in Österreich als auch im Export.

 

[1] Quelle: AC Nielsen, LEH inkl. L/H, 2018 total  

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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