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EH hat stärksten Umsatzrückgang seit 2016

07.11.2018

Der Einzelhandelsumsatz im September 2018 ist um 1,9 Prozent niedriger als im September 2017, Damit verbuchen Händler den stärksten Rückgang seit Jänner 2016.

Die österreichischen Einzelhändler (ohne Handel mit Kfz, inklusive Tankstellen) setzten im September 2018 nach vorläufigen Auswertungen von Statistik Austria nominell (zu laufenden Preisen) 1,9 Prozent weniger um als im September 2017. Inflationsbereinigt ging der Umsatz um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück, womit der stärkste Umsatzrückgang seit Jänner 2016 verzeichnet wurde. Allerdings hatte der September heuer mit 25 Einkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat. Kalender- und saisonbereinigt war der Umsatz im Berichtsmonat daher nominell um 1,0 Prozent niedriger als im Vormonat August 2018.

Handel sinkt, während Online steigt

Im Lebensmittelhandel lagen die Umsätze im September 2018 nominell 3,3 Prozent und real 4,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Einzelhandel mit Nicht-Nahrungsmittel setzte im Berichtsmonat zu laufenden Preisen 2,8 Prozent und preisbereinigt 4,1 Prozent weniger um als im September 2017.

Von Jänner bis September 2018 erzielte der österreichische Einzelhandel insgesamt ein Umsatzplus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Absatzvolumen hingegen blieb unverändert. Nur die Branche "Bekleidung und Schuhe" verzeichnete für die ersten neun Monate sowohl nominell (-2,1%) als auch real (-2,5%) stärkere Umsatzrückgänge. Der Versand- und Internethandel legte dagegen nominell um 3,6 Prozent und real um 1,6 Prozent zu. Auch Apotheken und Kosmetika lagen mit 3,4 bzw. 1,6 Prozent deutlich im Plus.

Auch in Deutschland Abwärtstrend

Auch der Handel bei unseren Nachbarn verbucht im September mit 2,6 Prozent Rückgang, das größte Umsatzminus seit 2013. Dieses Ergebnis entspricht nicht ganz den Erwartungen von Ökonomen, die mit einem Plus von 0,9 Prozent gerechnet. Dennoch steuert der deutsche Einzelhandel auf sein neuntes Wachstumsjahr in Folge zu. Von Jänner bis September nahm der Umsatz nominal um 2,6 Prozent zu, real um 1,0 Prozent. Die Branche profitiert von der Rekordbeschäftigung, höheren Löhnen und niedrigen Zinsen, die für gute Kauflaune sorgen. Gut liefen im September die Geschäfte für Apotheken und mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten. Hier wuchs der nominale Umsatz um 2,3 Prozent zum Vorjahr. Die Umsätze mit Bekleidung und Schuhen hingegen brachen um mehr als neun Prozent ein.

(apa/af)

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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