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Eigenmarken punkten beim "Greenpeace-Marktcheck"

19.03.2019

Im Vergleich zu internationalen Markenprodukten schneiden die Eigenmarken von Supermärkten in puncto Umweltschutz oft deutlich besser ab. Platz 1 holte sich Hofer.

Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. In Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien wird ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. Das Ergebnis: Im Vergleich zu internationalen Markenprodukten schneiden die Eigenmarken von Supermärkten in puncto Umweltschutz deutlich besser ab, da heimische Supermärkte etwa zunehmend Palmöl durch heimisches Öl ersetzen und generell auf Eier aus Käfighaltung in ihren Eigenmarken verzichten. Auf der Verpackung geben die Supermärkte das allerdings nur selten an, ergab der Marktcheck. Testsieger ist Hofer. Platz zwei teilen sich Interspar, Spar und Merkur.

Vorbild für internationale Konzerne

Die Marken der großen, internationalen Lebensmittelkonzerne würden im Vergleich stark hinterherhinken, meint Nunu Kaller, Expertin für Konsumfragen bei Greenpeace Österreich: Nestle verarbeite beispielsweise bei bekannten Marken wie Maggi und KitKat weiterhin Käfigeier in seinen Produkten. Auch Palmöl aus Regenwaldzerstörung landet in vielen Produkten internationaler Konzerne wie Nestle und Unilever.

Verbessern könnten sich die Supermärkte allerdings noch bei der Kennzeichnung ihrer Marken, so Kaller. So sei zum Beispiel bei Produkten mit Ei meist nicht erkennbar, ob diese aus Boden- oder Freilandhaltung stammen. Auch die Herkunft der Rohstoffe sei in der Regel nicht angegeben – und würde teilweise durch Aussagen wie „hergestellt in Österreich“ verschleiert. „Die Supermärkte müssen ihre Eigenmarken transparenter kennzeichnen“, forderte Kaller.

Hofer-Eigenmarken sind Top

Die Eigenmarken FairHof, Milfina, Gourmet und viele weitere überzeugten in Summe im Test und verhalfen dem Diskonter zum Spitzenplatz. Der Lebensmittelhändler ist mit seinen Bio- und Nachhaltigkeitsmarken „Zurück zum Ursprung“ und „Natur aktiv“ für höchste Standards bekannt. Das Testergebnis von Greenpeace unterstreicht nun, dass der Diskonter nicht nur im Bio-Bereich, sondern auch bei konventionell produzierten Eigenmarken die Messlatte hoch anlegt. 

Besonders gute Bewertungen erzielten unter anderem die Produkte von FairHof, die nicht nur mit österreichischer Herkunft und Herstellung sowie lückenloser Rückverfolgbarkeit hervorstechen, sondern auch mit besonders hohen Tierwohl-Standards produziert werden. Punkten konnten zudem die Eigenmarken Milfina im Molkereiproduktebereich, die Backwarenmarke Bella sowie die Marke Gourmet z. B. bei Kaffee. In der Greenpeace-Bewertung hebt sich vor allem die vorbildliche Kennzeichnung und Transparenz bei den Hofer-Eigenmarken ab. Basis dafür ist die Online-Plattform check-your-product.com, auf der die Herkunft aller Produkte rückverfolgt werden kann. Die Verpackungen sind mit einem Tracking-Code versehen, der zu den entsprechenden Informationen führt. Dieses Transparenzsystem kommt bei Fisch, Fleisch & Wurst, Obst, Soja, „Zurück zum Ursprung“ und Fairtrade-Produkten zum Einsatz. Einige Produkte tragen die Herkunftsinformationen sogar direkt auf der Verpackung.

Und auch die „Hofer Verpackungsmission“ bei Eigenmarken befindet sich auf dem richtigen Weg: Die ambitionierte Zielsetzung von 30 Prozent Reduktion der Verpackungen bis 2025 wurde von Greenpeace honoriert.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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