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Der Reisanbau ist arbeitsintensiv und mit viel Handarbeit verbunden.

Ein guter Anfang

19.09.2014

Reis mit dem Fairtrade-Gütesiegel ist derzeit bei Billa, Merkur, Spar, Zielpunkt, MPreis, Lidl, Hofer sowie im Großhandel und in den Weltläden erhältlich.

Obwohl die Reisproduktion seit den 1960er-Jahren stetig gestiegen ist, leiden die Menschen in den Anbaugebieten selbst noch immer unter Hunger. Kleinbäuerinnen und -bauern sind oft gezwungen nicht nur ihre für den Export produzierten Reismengen, sondern auch den Großteil ihres Eigenbedarfs zu verkaufen. In vielen Regionen ist es zusätzlich sehr schwierig, für den Reis einen nachhaltigen Preis zu bekommen. Grund dafür sind Subventionen von Ländern wie den USA oder Japan. Viele Kleinbauernfamilien müssen Kredite aufnehmen, um sich bessere Saaten und neue Pflanzenschutzmittel leisten zu können.

Der faire Handel mit Reis fördert gezielt Kleinbauern und ihre Familien. Die Produzentenorganisationen müssen die Arbeitsbedingungen verbessern und die vorgeschriebenen Sozialstandards einhalten. Diese basieren auf den Richtlinien der International Labour Organization (ILO) und beinhalten Vorgaben wie das Verbot von Zwangs- oder ausbeuterischer Kinderarbeit und die Gestaltung von fairen Arbeitsbedingungen. Produzentenorganisationen, die Reis über das Fairtrade-System verkaufen, erhalten einen fairen Preis, der die durchschnittlichen Produktionskosten für eine nachhaltige Produktion deckt. Liegt der Marktpreis über dem Fairtrade-Mindestpreis, muss der höhere Marktpreis vom Händler an die Produzentengruppe bezahlt werden. Die Fairtrade-Reispreise sind je nach Region und Reisart unterschiedlich festgelegt.

Hauptnahrungsmittel für die halbe Weltbevölkerung

Reis ist für mehr als die Hälfte der Erdbevölkerung das Hauptnahrungsmittel. Passend dazu bedeutet das Wort Reis in mehreren Sprachen auch Essen oder Mahlzeit. Reis wird heute in mehr als 100 Ländern weltweit angebaut. Größter Exporteur ist Thailand, gefolgt von Vietnam, Pakistan, Indien, USA und China.

Der in Österreich angebotene Fairtrade-Reis kommt aus Thailand und Indien, es handelt sich um Jasminreis, Basmati-Reis und schwarzen Duftreis. Der Bioanteil beträgt 95%. 2012 wurden hierzulande 330 Tonnen Fairtrade-Reis verkauft. Konsumenten, die ihre Kaufentscheidung bewusst und fair treffen möchten, werden in den österreichischen Marktregalen jedenfalls fündig. Reis mit dem Fairtrade-Gütesiegel ist derzeit bei Billa, Merkur, Spar, Zielpunkt, MPreis, Lidl, Hofer sowie im Großhandel und in den Weltläden erhältlich.

(red)

Eine Übersicht über die Produkte für die Warengruppe Reis finden Sie in der Handelszeitung Ausgabe 18-19/2014.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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