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Ein K&K-Partner für die Waldquelle

20.08.2007

Die Waldquelle Kobersdorf Ges.m.b.H., die laut ACNielsen den zweiten Platz im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel einnimmt, erhält einen starken Partner für die Fortsetzung ihres Expansionskurses: der tschechische Marktführer Karlovarské minerálni vody (Carlsbader Mineralwasser AG) hat sich am burgenländischen Mineralwasserabfüller mit 25,1 Prozent beteiligt.

"Die Partnerwahl wurde mit größter Sorgfalt betrieben", versichert Dr. Julius Marhold, Generaldirektor des Eigentümers Raiffeisen Landesbank Burgenland. "Da Mitbewerber und Finanzinvestoren nicht in Frage kamen, haben wir einen strategischen Investor gesucht, der in der Branche erfolgreich tätig ist und einen Wachstumskurs mit Schaffung neuer Arbeitsplätze verfolgen kann.
"Die RLB, so Marhold, habe Waldquelle zu einem der stärksten Unternehmen der österreichischen Mineralwasserbranche ausgebaut: "Aber als Bank sehen wir unsere Kernkompetenz nicht im Mineralwassergeschäft."

€ 184,1 Millionen Umsatz

Die Carlsbader Mineralwasser AG befindet sich im Besitz der italienischen Unternehmerfamilie Pasquale, deren Gruppe im abgelaufenen Jahr 885,8 Millionen Liter Mineralwasser und alkoholfreie Getränke abfüllte, 675 Mitarbeiter beschäftigte und einen Umsatz von € 184,1 Millionen erwirtschaftete.

Sie hält in Tschechien die Führungsposition im Gesamtmarkt für alkoholfreie
Getränke und mit den Marken Mattoni, Magnesia, Aquila, Dobrá voda und Podebradka auch im Mineralwassermarkt. "Wir verkaufen etwa gleich viel Mineralwasser wie alle österreichischen Abfüller zusammen", rechnet Firmenchef Antonio Pasquale vor. In Österreich wurden 2006 laut Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie 629 Millionen Liter Mineralwasser abgesetzt.

Wurzeln mitteleuropäischer Kultur

Die Geschichte der Carlsbader Unternehmensgruppe wartet mit zahlreichen Österreich-Bezügen auf. Sie beginnt im Jahre 1867 mit Heinrich Mattoni, der
in Gießhübel-Sauerbrunn (heute Kyselka) die Abfüllung von Heilquellenwasser
aufnahm. Bald entstanden ein Kurbad, Wohngebäude, Kurhäuser, Hotels und Promenaden. Dem Wiener Hof blieb Mattonis Geschick nicht verborgen, und Kaiserin Sissi gestattete dem tüchtigen Kaufmann, eine der Carlsbader Quellen nach ihr zu benennen - die Elisabethquelle. 1910, im Todesjahr Mattonis, wurden bereits 10 Millionen Flaschen Carlsbader Heilquellenwasser in alle Welt geliefert - bis nach New York.

Auch im Leben der italienischen Familie Pasquale spielt das Geschäft mit Getränken seit mehr als hundert Jahren eine große Rolle. Zunächst handelte man in Norditalien mit Wein, später brannte man Schnaps, füllte Sodawasser in bunten Glasflaschen und Mineralwasser ab. Der kleine Familienbetrieb Aqua Vera rückte zur Nummer Eins in Italien auf. In den neunziger Jahren erfolgte der Einstieg in Tschechien, wo man den Markt mit Fachwissen, Engagement, großer Investitionsbereitschaft und vielen Innovationen entwickelte. Antonio Pasquale nennt sein "Erfolgsgeheimnis" - die Wurzeln in der mitteleuropäischen Kultur. Und er macht kein Geheimnis daraus, dass er gemeinsam mit seinem Sohn Alessandro und Tochter Elena auch in Österreich einiges vorhat: "Wir sehen für Waldquelle große Entwicklungschancen !"


Waldquelle expandiert weiter

"Die Carlsbader Mineralbrunnen AG bringt Know-how und Kapital ein, das bedeutet die Absicherung unserer Zukunft", ist Waldquelle-Geschäftsführer Herbert Czech überzeugt. Er und sein für Finanzen zuständiger Kollege
Mag. Gerhard Forstner haben eine gute Basis geschaffen, wird das Unternehmen doch im Geschäftsjahr 2007 den geplanten Umsatz von € 17 Millionen erreichen.

Die Waldquelle hat in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres - mit Hilfe des anhaltenden Schönwetters - einen Absatzzuwachs von 8% erzielt. Im Lebensmittelhandel lag der mengenmäßige Marktanteil zuletzt bei 14,5 %, womit der Vorsprung auf den Branchendritten kräftig vergrößert werden konnte. "Die neuen Gesellschafter werden uns sicher auch im Export unterstützen können, vor allem unsere Traditionsmarke Traubisoda", erwartet Herbert Czech.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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