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Ein vielseitiges Unternehmen

21.05.2010

Spitz hat sich als Hersteller von Handelsmarken einen Namen gemacht, steht als Produzent aber auch hinter einer Reihe industrieller Markenartikel und baut sein Spitz Eigenmarkensortiment aus. Power Horse erobert derweil den Weltmarkt mit Energy Drinks.

Spitz-Chef Josef Mayer (li.) und Power-Horse-CEO Thomas Königsbauer bedienen weltweit Lebensmittel- und Getränkemärkte

Die im Jahr 1857 als Spirituosenhersteller gegründete Firma Spitz stellt sich heute als eines der größten und profitabelsten heimischen Familienunternehmen mit weitverzweigten Geschäftstätigkeiten dar.

In der in Linz ansässigen Vitalis Food Vertriebs GmbH ist der Lebensmittelbereich mit S. Spitz GmbH (die wiederum einen 20-Prozent-Anteil an der PET to PET Recycling GmbH hält), Power Horse Energy Drinks GmbH (mit Auslandsniederlassungen in Dubai, Mumbai und San Francisco), ein 51-Prozent-Anteil an der Gasteiner Mineralwasser GmbH, aber auch die Mehrheit an der Bio-Wärme GmbH (ein Biomasse-Kraftwerk) angesiedelt.

Zur Unternehmensgruppe gehört weiters das 4-Stern-Hotel Spitz in Linz und das Spitz Eventcatering.Der umtriebige Unternehmer Walter Scherb, seit zehn Jahren Herr über Spitz, machte in den vergangenen Jahren durch eine Reihe weiterer Investments von sich Reden: So ist er u. a. Großaktionär der Immofinanz. Und erst kürzlich wurde die Novia Agrarinvestment GmbH ins Firmenbuch des Linzer Landesgerichts eingetragen. Mehrheitsgesellschafter ist die UWS-Privatstiftung der Familie Scherb, Unternehmenszweck die Produktion und der Handel mit Agrar- und Forstprodukten. Der passionierte Polo-Spieler Scherb spielt auch in der Oberliga heimischer Wirtschaftstreibender mit.

Vitalis Food Vertriebs GmbH

 

Gegenstand unseres Berichts sind die in der o. g. Vitalis Food Vetriebs GmbH angesiedelten Unternehmen Spitz und Power Horse. Für diese beiden Firmen wurde in dem mit Ende März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2009/10 – inklusive der konsolidierten Anteile an Gasteiner und Bio-Wärme – ein Umsatz von 221,4 Millionen Euro ausgewiesen. Es sei ein „Jahr der Konsolidierung“ gewesen, berichtet Spitz-Geschäftsführer Josef Mayer der Handelszeitung und erklärt den Umsatzrückgang um 8,5 Mio. Euro mit der „Preisentwicklung im Lebensmittelhandel“ sowie mit dem „Rückzug aus Geschäftsfeldern, die nicht zu Spitz gepasst haben“. Dem gegen­über stünden eine „optimierte Organisation sowie eine verbesserte Eigenkapitalbasis.“

 

Spitz: Partner für LEH & Industrie

 

Spitz ist mit den Produktbereichen Getränke, Backwaren sowie Süß & Sauer breit aufgestellt und zählt zu den wichtigsten Handelsmarkenlieferanten des Lebensmittelhandels. Außer Lidl werden alle Ketten von Spitz mit private labels versorgt, wobei der Diskonter Hofer einer der größten Abnehmer ist. Als Lohnproduzent bzw. Co-Packaging-Partner stellt Spitz aber auch Markenartikel für die Lebensmittelindustrie her. Auf die eigene Marke Spitz (vor allem Spirituosen und Sirupe) entfallen 25 Prozent des Umsatzes (der für die einzelnen Gesellschaften allerdings nicht getrennt ausgewiesen wird). Ein weiteres Geschäftsfeld mit dem Namen „HoReCa“ bezeichnet die Vetriebslinien Hotels, Restaurants und Catering.

35 Prozent des Spitz-Umsatzes werden im Export erwirtschaftet. Die Kern-Exportmärkte liegen dabei innerhalb eines Radius von 500 Kilometer um den Produktionsstandort in Attnang-Puchheim. Aber auch Überseemärkte werden von dem oberösterreichischen Unternehmen beliefert.

Heuer baut Spitz sein Portfolio weiter aus, in allen bestehenden Produktbereichen seien Innovationen in der Pipeline, so Mayer. Mit einer Handelsmarke seien auch der Einstieg in den Salatdressing-Markt und der Launch von Dessertsaucen und Konfitüren in Kopfsstandflaschen geplant.Im übrigen betont Mayer, heimische Rohstoffe und Verpackungen zu bevorzugen, so weit dies möglich sei. Aber z. B. Aludosen könne man gar nicht aus Österreich beziehen. „Wogegen wir uns wehren, ist die Germanisierung. Manche deutsche Hersteller sehen Österreich als Abfallkübel für ihre Überkapazitäten und drängen mit Dumpingpreisen heimische Hersteller aus den Markt.“

Power Horse goes international

 

Wie breit aufgestellt die Vitalis-Firmen sind, zeigt sich etwa am Beispiel Energy Drinks: Während Spitz u. a. den erfolgreichen S-Budget Energy Drink für Spar produziert, füllt die Spitz-Schwester Power Horse am gleichen Standort bereits jährlich 100 Millionen Dosen des hauseigenen Markenartikels ab – und schickt 99 Prozent davon ins Ausland. Im arabischen Raum und in Afrika ist das Getränk zum Teil stärker vertreten als der Branchenprimus Red Bull. Die 2004 gegründete Power Horse GmbH verfügt mittlerweile über Niederlassungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Indien und in den USA. Vor einigen Wochen konnte Power-Horse-CEO Thomas Königsbauer einen Coup landen und den Fußballer Sheyib Emmanuel Adebayor als Markenbotschafter und Werbe-Testimonial verpflichten.

Der Star von Manchester City und Kapitän der Nationalmannschaft von Togo genießt am afrikanischen Kontinent Bekannheit und Beliebtheit (er war 2008 Afrikas Fußballer des Jahres) und soll mithelfen, die Power-Horse-Absätze weiter zu steigern. Jährliche Zuwachsraten von 25 Prozent hat sich Königsbauer zum Ziel gesetzt.In der jüngsten Innovation Power Horse Energy Cola sieht Königsbauer keine Konkurrenz zu den am Markt vertretenen Cola-Getränken: „Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass es zahlreiche Konsumenten von Energy Drinks gibt, die neue Geschmacksrichtungen ausprobieren wollen oder die bisherigen nicht so recht mögen“

 

 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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