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Eine ganz spezielle Persönlichkeit im Ländle

02.10.2009

preisträger. Reinhard Mathis „schafft“ gerne in seinem Laden. Deshalb ist er auch mit ­seinem Spar-Markt im Dornbirner Stadtteil Oberdorf das erste Haus am Platz. Die Geiz-ist-geil-Mentalität bekämpft er unter anderem erfolgreich mit seiner Heißen Theke.

Reinhard Mathis (li.): „Die Kunden sind sehr wohl bereit, den Preis für Regionalität und Qualität zu bezahlen.“

An der Heißen Theke herrscht Montagmittag Hochbetrieb. Im Dornbirner Stadtteil Oberdorf sind Firmen, Büros und auch Schulen angesiedelt. Ein Großteil der 45.000 Einwohner Dornbirns lebt hier. Spar Mathis bietet Karreesteak „Zigeunerart“ mit Spätzle oder Meeresfrüchte-Risotto, Wienerschnitzel von der Pute mit Pommes oder Tortellini-Gratin, Tiroler Gröstl, Kalbsrahmgeschnetzeltes und Kässpätzle zum Mitnehmen von der Heißen Theke an. Die zwei Mittagsmenüs pro Wochentag kosten zwischen 5 und 8 €.
„Wir haben viele Kunden, die tun es sich nicht an, zum Diskonter zu gehen“, sieht Reinhard Mathis zumindest in seinem Ortsteil einen Silberstreif am Horizont und Gegentrend zur Geiz-ist-geil-Mentalität. „Aber ich denke, der Lebensmittelhandel insgesamt traut dem Kunden zu wenig zu. Nämlich, dass der Kunde sehr wohl bereit ist, für Qualität oder Regionalität den entsprechenden Preis zu bezahlen.“

In seinem 647m² großen Spar-Markt setzt das Vorstandsmitglied der Vereinigung der österreichischen Spar-Kaufleute in jeder Hinsicht auf Qualität. Neben dem bekannten Spar-Sortiment – ca. 10.000 Artikel sind verfügbar, inklusive den Spar-Eigenmarken – setzt der 51-Jährige auf Hausgemachtes, wie Suppeneinlagen oder Gulasch und Spätzle an der Heißen Theke. Plattenservice und Riesenbrezel zählen zum besonderen Service, so wie Highlights im Sortiment, z. B. Sauerkäse aus dem Montafon, Ziegen- und Schafmilch im Sommer und regionale Bauernprodukte (z. B. Joghurt).

120-jähriges Jubiläum
Der Kaufmann in der dritten Generation setzt in seinem Markt auf den Frischebereich. Der beträgt 50%. Das Geschäft in der Bergstraße 19 gibt es bereits seit 1886. Das 120-jährige Jubiläum wurde 2006 gefeiert. Der größte Umbau im Jahr 2001 verschlang rund 2 Mio. €. Dabei wurde das Geschäft erweitert und komplett modernisiert.
Mathis tritt 1976 in das Geschäft seiner Eltern Hedwig und Ernst Mathis ein. Im Jahr 1990 übernimmt er es ganz. Gattin Herta kümmert sich um die Personalbetreuung und Büroarbeiten, der älteste Mathis-Sohn Simon, 21, hat nach seiner Tischlerlehre eine Einzelhandelskaufmannlehre im elterlichen Geschäft begonnen. „Natürlich freut es einen, wenn sich die Kinder für den Betrieb interessieren, auch unsere beiden anderen Kinder David und Patrizia helfen immer wieder im Geschäft aus.“

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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