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Einzelhändler schließen Outlets – Mietpreise unter Druck

03.06.2011

Laut einer RegioPlan-Studie schließen Österreichs Top-Einzelhändler pro Jahr rund 250 Outlets. Die Mietpreise in Fachmarktzentren geraten unter Druck.

In Österreich wird nicht nur expandiert, sondern auch optimiert. Gemessen an fünf  der wichtigsten Marktteilnehmer aus sechs Einzelhandelsbranchen wurden zwischen 2005 und 2011 rund 250 Geschäfte pro Jahr insgesamt aufgelassen. Es sind nicht nur unternehmergeführte Handelsunternehmen und Einzelkämpfer, die Geschäfte schließen. Auch filialisierte Top-Einzelhändler geben bestimmte Outlets auf. Einige Standorte werden auf Grund von Konkurs oder Rückzug vom Markt geschlossen (z.B. Adessa, Cosmos, Okay) oder von anderen Marktteilnehmern übernommen (z.B. Adeg-Übernahme durch Billa).

Während das Schließen von Geschäften zu Gunsten anderer Standorte für einen filialisierten Einzelhändler ab rund hundert Standorte selbstverständlich ist, kann dies die Eigentümer von Handelsflächen in die Bredouille bringen. In Österreich gibt es insbesondere im Bereich der Fachmarktzentren, die nahezu nur große filialisierte Einzelhändler beherbergen, viele kleine Eigentümer. Diese besitzen oftmals nur ein Objekt mit wenigen Geschäften. Wenn aus diesen Objekten ein Mieter, insbesondere ein Ankermieter auszieht, kann sich dies negativ auf die gesamte Handelszone auswirken. „Es wird immer eine kritische Masse an Standorten geben, wo der Handel nicht langfristig überlebt“, erklärt DI Michael Oberweger, Leitung Consulting bei RegioPlan.

Aktuell gibt es in Österreich rund 250 Fachmarktzentren, die in Summe rund 1,24 Mio. m² vermietbare Fläche ausmachen. So stehen 100 Österreichern rund 15 m² Fachmarktzentrenfläche zur Verfügung. Die Mietverträge, die zu Beginn des Jahrtausends für rund zehn Jahre noch abgeschlossen wurden, laufen jetzt langsam aus. Vor dem Hintergrund dieser Dichte und der auslaufenden Mietverträge ist mit einer Reduktion der Mietpreise gerade bei alten Objekten in schlechteren Lagen zu rechnen. Das bessere Preis-Leistungsverhältnis in neuen Fachmarktzentren wird die Anbieter von älteren Flächen unter Druck setzen. „Wir gehen davon aus, dass die Schere zwischen den Top-Standorten und den schlechteren Locations stärker auseinander gehen wird“, betont der Standortberater DI Oberweger. Aktuell werden Mietverträge auf kürzere Laufzeiten von fünf bis acht Jahren und immer mehr umsatzabhängig abgeschlossen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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