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Mehr Beschäftigung im Handel. Trotzdem gibt es nicht nur Grund zur Freude

Einzelhandel: Mehr Beschäftigung mit Wermutstropfen

09.05.2018

Das Fazit des ersten Quartals bringt Gutes und Schlechtes. So gibt es zwar mehr Beschäftige, allerdings verliert auch der Konjunkturaufschwung an Fahrt. Der Lebensmittelhandel bleibt weiterhin die treibende Konjunkturkraft.

Die aktuelle Konjunkturerhebung der KMU Forschung Austria im Auftrag der Bundessparte Handel, zeigt das Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten im Einzelhandel ist im ersten Quartal 2018 stärker als in den Vorjahren gestiegen ist. In den ersten drei Monaten des heurigen Jahres beschäftigt der stationäre österreichische Einzelhandel rund 333.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das ist ein Plus von 4.400 Mitarbeitern (+1,3 %) gegenüber dem ersten Quartal 2017. „Es gibt allerdings leider auch Wermutstropfen. Der Konjunkturaufschwung verliert im ersten Quartal wieder etwas an Fahrt, erklärt Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel der WKÖ.

Schwache Zahlen

Das frühe Osterfest im März, hat sich positiv auf etliche Einzelhandelsbranchen ausgewirkt, denn das Umsatzplus des ersten Quartals ist auf die gute Konjunkturentwicklung während dieses Zeitraums zurückzuführen. Trotzdem ist das Umsatzwachstum bisher um 1,4 Prozent schwächer ausgefallen als im Gesamtjahr 2017 (2%). Damit bleibt die Einzelhandelskonjunktur hierzulande schwächer als im EU-28-Durchschnitt und hat sich zudem gegenüber dem Gesamtjahr 2017 sogar deutlich verschlechtert. Konjunkturmotor ist und bleibt der Lebensmitteleinzelhandel (+4,5%). Im Ranking der Handelsbranchen nach der Umsatzsteigerungen liegt der LEH, hinter dem Spielwareneinzelhandel (+7,3%) auf den zweiten Platz belegt.

Alles hängt am Kunden

Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) prognostiziert für die erste Jahreshälfte ein stärkeres Wachstum als im zweiten Halbjahr 2018. Dafür ausschlaggebend soll, neben der stärkeren Auswertung der Exporte und der Investitionen, vor allem der private Konsum sein. Genauer gesagt hofft die WKÖ auf eine höhere Kaufbereitschaft im österreichischen Einzelhandel. Iris Thalbauer appelliert deswegen besonders an die Online-Kunden: “Jetzt sind die Konsumenten am Zug: Sie treffen bei jedem einzelnen Einkauf im Geschäft, mit jedem einzelnen Klick beim Online-Shopping eine Entscheidung. Entscheiden Sie sich für den österreichischen Handel!“

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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