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Einzelhandels-Entwicklung 2005

20.07.2005

Die österreichischen Einzelhändlerinnen und -händler konnten im ersten Halbjahr 2005 im Durchschnitt ein nominelles Umsatzplus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielen. „Die Richtung der Entwicklung stimmt“, kommentierte KR Erich Lemler, wieder gewählter Obmann der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die Entwicklung im heimischen Einzelhandel in der ersten Hälfte des heurigen Jahres. In absoluten Zahlen betrug der Einzelhandelsumsatz im ersten Halbjahr 2005 rund 19,9 Milliarden Euro. Einmal mehr hat sich der Einzelhandel als Preisstabilisator erwiesen: Mit rund 0,7 Prozent lag die durchschnittliche Preissteigerung im Einzelhandel gegenüber dem ersten Halbjahr 2004 deutlich unter der für das Gesamtjahr 2005 vom Wifo prognostizierten Inflationsrate von 2,5 Prozent.
Mag. Peter Voithofer, stellvertretender Direktor der „KMU Forschung Austria“ zur Umsatz-Situation: „Geschäfte mit Umsatzrückgängen überwiegen nach wie vor: 46 Prozent mussten Umsatzrückgänge hinnehmen, 44 Prozent der Einzelhandelsgeschäfte hatten in der ersten Jahreshälfte 2005 nominelle Umsatzzuwächse gegenüber dem Vorjahreshalbjahr zu verzeichnen. Bei mehr als 40 Prozent davon bzw. bei 19 Prozent aller Einzelhandelsstandorte betrug das Umsatzwachstum mehr als 10 Prozent. Differenziert nach Umsatzgrößenklassen haben sich Geschäfte mit einem Jahresumsatz von zwei Millionen Euro und mehr am besten entwickelt. Merkliche Erlösrückgänge meldeten ausschließlich Standorte mit einem Jahresumsatz von ein bis zwei Millionen. Von den Standortlagen her betrachtet weisen Geschäfte in Einkaufszentren sowohl beim Umsatz als auch bei der Kundenfrequenz eine positive Entwicklung auf. Insgesamt setzt sich die Polarisierung im Einzelhandel (gemessen an Indikatoren wie Umsatzentwicklung sowie Kunden- bzw. Passantenfrequenz) weiter fort; das betrifft sowohl Unternehmensgrößen als auch Standortlagen.“
Als „Sorgenkind“ bezeichneten Handelsobmann Lemler und Handelsforscher Voithofer die weiter rückläufige Kundenfrequenz (-1,6 Prozent im gesamten Halbjahr). Das Minus bei der Zahl der (kaufenden) Kundinnen und Kunden verringerte sich zwar im zweiten Jahresviertel (-1,3 Prozent) gegenüber dem ersten Quartal (-1,9 Prozent). Das bedeutet bei nominell gleichzeitig steigenden Umsätzen (+0,4 Prozent), dass der Durchschnittseinkauf der Konsumenten weiter gestiegen ist. Aber, so Lemler: „Die Steigerung der Kundenfrequenz ist das primäre Ziel für die Einzelhändler. Erst der Anstieg der Kundenfrequenz führt zu einer nachhaltig positiven Entwicklung.“
Das Ranking der Branchen führt ein wenig überraschend der Schuheinzelhandel mit einem Umsatzplus von fast 5 Prozent an. Im Einzelhandel mit Eisenwaren, Bau- und Heimwerkerbedarf und im Spielwareneinzelhandel fielen die Umsatzsteigerungen ebenfalls deutlich aus. Auch der Möbel-, Lederwaren- und Lebensmitteleinzelhandel konnte den Umsatz des Vergleichszeitraums des Vorjahres im Durchschnitt übertreffen. Der Papier- und Bucheinzelhandel ist die einzige Branche, wo es zu Umsatzrückgängen von mehr als 1 Prozent kam.
Mit rund 240.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Einzelhandel gab es im ersten Halbjahr ein Beschäftigtenwachstum von 1,3 Prozent gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres zu verzeichnen. Am höchsten war der Zuwachs im Jänner und Mai.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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