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Einzelhandelsbilanz 2011

01.02.2012

Der stationäre Einzelhandel in Österreich konnte im Jahr 2011 ein nominelles Umsatzplus von 1,2 % erzielen. Real gingen die Erlöse um 1,7 % zurück. Absolut betrug der Umsatz im stationären Einzelhandel somit 51,2 Mrd. € (netto, vorläufiger Wert). Die dynamischste Entwicklung legte der Lebensmitteleinzelhandel hin.

Am Jahresende konnte im Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel der Rekordumsatz des Vorjahres erreicht, aber nicht übertroffen werden. Der Weihnachtsumsatz 2011 lag damit weiterhin bei 1,57 Mrd. € (brutto).

Unter den Einzelhandelsbranchen entwickelte sich 2011 der Lebensmitteleinzelhandel am dynamischsten. Im Einzelhandel insgesamt war die Streuung der Umsatzentwicklung der einzelnen Geschäfte groß, wobei gleichviele Standorte Umsatzzuwächse und -rückgänge meldeten (jeweils 45 %). Die Anzahl der Einzelhandelsbeschäftigten (inkl. Tankstellen, nicht-stationärer Ein-zelhandel) ist 2011 um 2,6 % auf im Jahresdurchschnitt rd. 279.000 unselbstständig Beschäftigte (exkl. geringfügig Beschäftigte) gestiegen. Die Entwicklung für den gesamten Einzelhandel war damit schwächer als im Vorjahr. „Der Einzelhandel konnte zwar das Vorjahr nicht toppen, verzeichnete aber dennoch gute Umsätze“, erläuterte Peter Voithofer, Direktor der KMU-Forschung.  Insgesamt meldeten jeweils 45 Prozent der Geschäfte für das Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr gestiegene bzw. gesunkene Umsätze. Bei zehn Prozent blieben die Umsätze unverändert. Bei den Erhebungen wurde der nicht-stationäre Handel nicht berücksichtigt, dieser macht insgesamt drei bis vier Prozent aus.

 

LEH ist Branchenprimus im Gesamtjahr 2011

Der Lebensmitteleinzelhandel konnte mit einem Plus von 3,0 % die höchsten nominellen Umsatzsteigerungen im Jahr 2011 erzielen, wobei sich die Umsätze der Diskonter etwas besser entwickelten. Dies ist allerdings ausschließlich auf das I. Halbjahr zurückzuführen. In der zweiten Jahreshälfte kam es bei den Diskontern im Durchschnitt zu nominellen Umsatzrückgängen, während der übrige Lebensmitteleinzelhandel auch zwischen Juli und Dezember 2011 Umsatzzuwächse erwirtschaften konnte. Diese fielen jedoch ebenfalls geringer aus als im I. Halbjahr 2011. (Quelle: ACNielsen Umsatzbarometer)

An zweiter Stelle des Jahresrankings folgt mit den Drogerien und Parfümerien eine weitere Branche, die Einzelhandelsgüter des täglichen Bedarfs verkauft. Die Baumärkte, der Lederwareneinzelhandel, der sonstige Einzelhandel sowie der Spiel-wareneinzelhandel konnten das Umsatzniveau des Vorjahres nominell ebenfalls übertreffen. Bei allen anderen betrachteten Branchen kam es zu Umsatzrückgängen. Das Minus fiel im Schuheinzelhandel am höchsten aus. Dabei muss allerdings beachtet werden, dass das Ausgangsniveau des Vorjahres (nominell: +10 %) für diese Branche außerordentlich hoch war. Real konnten nur der Elektroeinzelhandel (inkl. Computer, Foto) und die Drogerien und Parfümerien Umsatzsteigerungen erzielen. Beim Elektroeinzelhandel war dies eine Folge der Preisrückgänge, bei den Drogerien und Parfümerien auf das hohe nominelle Umsatzwachstum zurückzuführen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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