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Einzelhandelsumsatz 2004: Nominelle Null

16.02.2005

Unbestritten ist auch 2004 die Relevanz des Wirtschaftssektors Handel in Österreich: "Seine Bedeutung wird vielfach unterschätzt, jedoch mit der Studie ‚Der österreichische Handel 2004' anschaulich belegt", führte Erich Lemler, Obmann der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich heute aus:
"Der Handel ist Preisstabilisator Nummer 1 der heimischen Wirtschaft, denn die Verbraucherpreise im österreichischen Einzelhandel sind 2004 mit 0,9 Prozent weniger stark als die allgemeine Inflationsrate mit 2,1 Prozent gestiegen."
"Ich rechne mit einem nominellen Umsatzzuwachs von 1 bis 1,5 Prozent", sagte der Obmann der Sparte Handel Erich Lemler. Grund für seinen Optimismus ist einerseits die Steuerreform, aber auch die Zuwächse bei Löhnen und Gehältern von 1 bis 1,5 Prozent.


Der österreichische Handel hat im Jahr 2002 zirka 35 Prozent des Gesamtumsatzes der marktorientierten Wirtschaft erwirtschaftet und ist somit gemessen an diesem Indikator - wie auch bei der Anzahl der Unternehmen - der größte Sektor. 2003 haben die Handelsbetriebe einen Umsatz von fast 159 Milliarden Euro erzielt und rund 17 Prozent der Bruttowertschöpfung der marktorientierten Wirtschaft erwirtschaftet. Mit rund 530.000 unselbständig Beschäftigten ist der Handel der zweitgrößte Arbeitgeber und mit rund 18.300 Lehrlingen der zweitgrößte Wirtschaftsbereich in der Lehrlingsausbildung.

Derzeit befinde sich die Branche - insbesondere der Einzelhandel - in einer Umbruchphase. Das zeige sich sowohl in einem fortschreitenden Konzentrationsprozess als auch in Veränderungen im Konsumentenverhalten, einerseits in Richtung Erlebniskauf, andererseits in Richtung Diskont. "Der Handel wird jedoch auch in Zukunft einen wichtigen Stellenwert in der österreichischen Wirtschaft innehaben", so Lemler und Studienautor Peter Voithofer, stellvertretender Direktor des Institutes KMU Forschung Austria.

Die Publikation "Der österreichische Handel 2004" erscheint demnächst und wird im Fachbuchhandel erhältlich sein. Lemler zum Nullwachstum des heimischen Einzelhandelsumsatzes im Jahr 2004

Der Anteil der Einzelhandelsgeschäfte, die 2004 einen höheren Umsatz als im Jahr davor erwirtschafteten, und der Anteil mit einem gegenüber 2003 niedrigeren Umsatz (46 Prozent) hielt sich in etwa die Waage. Bei rund 9 Prozent stagnierten die Erlöse. Regional waren die Umsätze allerdings nur im Osten Österreichs rückläufig (nominell: -0,4 Prozent). In den südlichen (+0,8 Prozent) und westlichen (+0,1 Prozent) Bundesländern konnten die Einzelhändler das Umsatzniveau des Vorjahres übertreffen.

Auch der Lebensmitteleinzelhandel musste reale Umsatzrückgänge (-2,4%) hinnehmen, wobei das Minus im Papier- und Buch- sowie im Lederwarenhandel am höchsten waren. WKO

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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