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Erdäpfel: Schmackhaft und g’sund

17.07.2002

Frühkartoffeln werden Anfang März vorgekeimt in den Boden gelegt und zur Reifeverfrühung teilweise auch mit Folien und Vlies abgedeckt. Dadurch gibt es auch bereits Frühkartoffeln, sprich „Heurige“ österreichischer Herkunft. Zu diesen zählt die Sorte Agata. Für die Einkellerung sind sie geeignet. Mittelspäte bis sehr späte Sorten haben stark an Bedeutung verloren, eignen sich aber hervorragend zum Einkellern.

Derzeit sind in Österreich rund 50 Sorten zugelassen. Sortenmischungen sind nicht erlaubt. Bei den Kochtypen unterscheidet man festkochende (Speckige), vorwiegend festkochend oder mehlige (Runde). Diese Einteilung ist wichtig, um die richtigen Kartoffeln für bestimmte Gerichte auszuwählen. Für Petersilie-, Salz- und Bratkartoffeln sowie Salat eignen sich festkochende Sorten, während für Püree, Gratines, Puffer, Knödel und Teig mehligkochende Sorten viel besser geeignet sind. Sie sind im Supermarktsortiment leider immer seltener zu finden. Die Kocheigenschaft der vorwiegend festkochenden Erdäpfel, die am vielseitigsten zu verwenden sind, liegen zwischen diesen beiden Sorten.

Heurigen Erdäpfel im Handel
Diese sind im Handel z.B. unter der Bezeichnung Spunta und Galatina erhältlich. Inländische Heurige (Früherdäpfel) Friesländer, Impala, Adora, Minerva, Gabriella und Gina werden ab Anfang Juni bis höchstens Anfang August geerntet. Sie besitzen einen hohen Wassergehalt. Die Schale ist dünn (glatt oder schuppig) und kann auch mitgegessen werden. Heurige können nur kurzfristig gelagert werden. Sie sind geeignet für: Petersilerdäpfel, Salzerdäpfel oder nur gekocht mit Salz, Schnittlauch oder Kräuteraufstrichen.
Doch sind es nicht nur die Kocheigenschaften, nach denen die Sorten unterschieden werden . Die äußere Form, die Beschaffenheit der Schale, die Fleischfarbe, die Konsistenz und der typische Geschmack sind die wichtigsten Sortenmerkmale, die sowohl für den Züchter als auch für den Verbraucher Bedeutung haben und den Ausschlag darüber geben, ob eine Kartoffel als gut beurteilt wird.

Die Knollen sind unterschiedlich groß, sie sind in ihrer Form rund, oval oder nierenförmig , und sie besitzen mehr oder weniger tief liegende „Augen“, die sich meist an einem Knollenende häufen. Die Farbe der Schale reicht von weiß über Gelbtöne bis zu violett, die Farbe des Fruchtfleisches ist hellgelb bis gelb bzw. bläulich.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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