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Erdbeben bei Aldi Nord

10.09.2018

Mehr als vier Jahre vor Ablauf seines Vertrags wirft der Aldi-Nord-Chef Marc Heußinger das Handtuch.

Eine große Überraschung gab es bei der Diskonter-Kette Aldi-Nord: Marc Heußinger, Chef der Handelskonzerns, hat vorzeitig seinen Posten gekündigt. Laut dem Unternehmen hat der 52-Jährige darum gebeten, ihn von seiner Funktion und seinen Aufgaben vier Jahre vor dem Ende seines Vertrags, zu entbinden. Heußinger hat den Chefsessel bei Aldi Nord 2011 übernommen. Zu diesem Zeitpunkt ging der Konzern gerade durch schwierige Zeiten, denn der Billiganbieter drohte damals den Anschluss an das Schwesterunternehmen Aldi Süd und den Konkurrenten Lidl zu verlieren. So kam es in Heußingers Amtszeit zu einer grundsätzlichen Neuausrichtung der Supermarktkette. Mehr frische Produkte, mehr Markenartikel und hübschere Geschäfte sollten dem Unternehmen neuen Schwung geben. Zurzeit investiert der Billiganbieter im Zuge des Projekts "Aniko" (Aldi Nord Instore Konzept), dem größten Investitionsvorhaben der Unternehmensgeschichte, mehr als 5 Mrd. Euro in die Modernisierung der Filialen. Genau dieses Vorhaben soll der jetzige Ex-Chef nicht schnell genug umgesetzt haben. Auch die komplizierte Eigentümerstruktur bei Aldi Nord, zwischen drei verschieden Stiftungen, soll für Probleme gesorgt haben. Fürs erste hat momentan Heußingers Stellvertreter Torsten Hufnagel das Ruder übernommen, der nun die Modernisierung der Filialen vorantreiben soll. (apa/af)

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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