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Die 47jährige Gabriele Jüly vertritt als VOEB-Präsidentin rund 250 Betriebe der Abfallwirtschaft.

Erstmals Frau an der Spitze des Verbandes Österr. Entsorgungsbetriebe

15.06.2020

Die niederösterreichische Unternehmerin Gabriele Jüly ist die neue Präsidentin des Verbands Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) und damit die erste Frau, die dieses Amt bekleidet. Sie folgt Hans Roth nach, der das Amt sechs Jahre lang innehatte.

Als VOEB-Präsidentin vertritt Gabriele Jüly über 250 Mitgliedsunternehmen der privaten Abfall- und Ressourcenwirtschaft in Österreich. Diese entsorgt rund zwei Drittel des gesamten in Österreich anfallenden Abfalls in 1.100 High-Tech-Anlagen und erwirtschaftet Umsätze in der Größenordnung von vier Milliarden Euro pro Jahr.

Qualität, Flexibilität und Kundenservice

Jüly ist alleinige geschäftsführende Gesellschafterin des 1955 gegründeten Unternehmens Abfallservice Jüly in Bruck/Leitha. In ihrer Verantwortung lag die Expansion und Weiterentwicklung des Familienbetriebs auf 65 Mitarbeiter mit strategischer Neuausrichtung auf Qualität, Flexibilität und Kundenservice.

Beim VOEB ist die 47-Jährige schon seit Jahren tätig, zunächst als Rechnungsprüferin, ab 2018 als Vorstand und seit 2019 als Vizepräsidentin. Seit 2019 gehört sie dem Vorstand der FEAD – Europäischer Abfallverband mit Sitz in Brüssel – an. Darüber hinaus ist Jüly im Wirtschaftsbund und der Wirtschaftskammer aktiv. 

Moderne Ressourcenmanager zur Erreichung des Green Deals 

Die gesamte Abfall- und Ressourcenwirtschaft entwickelt sich rasant vom traditionellen Müllentsorger zum modernen Ressourcenmanager. In Zeiten von knappen Rohstoffen, volatilen Weltmarktpreisen und dem Wunsch nach regionaler Unabhängigkeit ist die Branche der wichtigste Player zur Umsetzung einer erfolgreichen Kreislaufwirtschaft und zur Erreichung der EU-Recyclingziele 2030. Dazu gehört laut Jüly die Verdoppelung des Kunststoffrecyclings, die Einführung einer Quote für Sekundärrohstoffe sowie die korrekte Entsorgung von Lithium-Batterien, um gefährliche Brände zu verhindern.

"Ich freue mich sehr darauf, als VOEB-Präsidentin die treibende Kraft hinter den Anliegen der Abfall- und Ressourcenwirtschaft zu sein. Als Präsidentin werde ich mich mit vollem Einsatz dafür einsetzen. Meine Wegbegleiter beschreiben mich als willensstark, humorvoll, innovativ und bodenständig. Als eine mutige, selbstbewusste Frau, die stets einen erfrischenden Wind in die Welt der Abfallentsorger bringt. Das wird auch als VOEB-Präsidentin nicht anders sein", so Jüly.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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