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Es geht bergauf in Österreich

13.02.2013

Das soeben veröffentlichte „GfK Konsumklima“ sieht die Anschaffungsneigung im 4. Quartal 2012 nach wie vor auf hohem Niveau; und das trotz zurückgehenden Exports und steigender Arbeitslosigkeit. Ungetrübt positiv ist die Anschaffungsneigung in Österreich.
 

Das vierte Quartal 2012 stand in Österreich im Zeichen einer leichten konjunkturellen Aufwärtsbewegung. Trotz wirtschaftlicher Schwäche des gesamten Euro-Raums und geringer Erwartungen der Wirtschaft verbesserte sich die Konjunkturerwartung leicht. „Die wichtigsten Exportpartner Österreichs (Italien, die Schweiz und Deutschland) verzeichneten Rückgänge bei der Konsumfreude. Das schlug sich insbesondere auf den Export nieder“, so DI Paul Unterhuber von der Sozial- und Organisationsforschung der GfK.

Österreich hält im September 2012 mit minus 23,8 von insgesamt theoretisch +/-100 Punkten derzeit gegenüber September 2011 einen um 15 Punkte besseren Wert bei der Konjunkturerwartung. Die Talsohle der Finanzkrise scheint durchschritten zu sein. Dieser Expertenmeinung scheinen sich auch die meisten europäischen Verbraucher anzuschließen. Zwar gibt es noch viele Unwägbarkeiten und Risiken, doch ganz vorsichtig macht sich die Hoffnung in Europa breit, dass es bald wieder aufwärts gehen wird. In den meisten der betrachteten Länder ist die Konjunkturerwartung im vierten Quartal 2012 insgesamt stabil geblieben oder leicht angestiegen – allerdings auf zumeist sehr niedrigem Niveau.

Vergleichsweise am positivsten beurteilen die Rumänen ihre Wirtschaftsaussichten (-8,7 Punkte), gefolgt von Deutschland (-17,6 Punkte) und Bulgarien (-20,8 Punkte). Die Werte verbesserten sich im vierten Quartal in allen Ländern, Deutschland blieb annähernd stabil. Die wenigsten Chancen auf eine wirtschaftliche Erholung in den nächsten Monaten sehen die Spanier (-52,6 Punkte). Ebenfalls sehr negativ beurteilen die portugiesischen (-50,7 Punkte) sowie die griechischen Verbraucher (-50,0 Punkte) die Konjunkturaussichten, die Werte haben sich in beiden Ländern im vierten Quartal aber leicht verbessert.

Hohe Arbeitslosigkeit lässt europaweit Konsumneigung schwach ausfallen

Auch wenn die Konjunkturerwartungen der europäischen Verbraucher in den vergangenen Monaten leicht gestiegen sind, sind sie noch nicht bereit, Geld in größere Anschaffungen zu investieren. Das ist auch nicht verwunderlich. „In den Staaten, die von der Krise am stärksten getroffen sind, sind die Arbeitslosigkeit und die Unsicherheit nach wie vor so groß, dass kaum genügend Geld für größere Anschaffungen zur Verfügung steht“, so Unterhuber. Und da viele weitere europäische Staaten mit einer Rezession kämpfen, ist auch dort die Lust auf Shopping sehr begrenzt.

Am meisten geben derzeit nach wie vor die Deutschen aus, weil sich hier die Arbeitsmarktlage noch sehr stabil darstellt. Die Anschaffungsneigung liegt hier im Dezember bei 20,1 Punkten. Ebenfalls im positiven Bereich bewegt sich der Indikator in Österreich (16,7 Punkte) und in Bulgarien (5,7 Punkte). Lediglich das Notwendigste können sich die Verbraucher in Italien (-38,0 Punkte), Portugal (-46,9 Punkte) und Großbritannien (-47,2 Punkte) leisten.

Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der internationalen Ausweitung der Studie GfK-Konsumklima MAXX und basieren auf Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission in allen Ländern der Europäischen Union monatlich durchgeführt werden. Das GfK Konsumklima Europa gibt einen Überblick über die Entwicklung von Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie der Anschaffungsneigung der Konsumenten in Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien und der Tschechischen Republik . Diese zwölf Länder umfassen rund 80 Prozent der Bevölkerung der 27 EU-Staaten.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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