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Essig Lexikon

12.07.2002

Essig wird entweder durch Vergärung einer alkoholischen Flüssigkeit (Gärungsessig) oder synthetisch/künstlich hergestellt (Säureessig). Gärungsessig und Säureessig kommen selbstverständlich auch in verschnittener (gemischter) Form in den Handel, wobei allerdings im Sinne der Verbraucherinformation die Angabe der verwendeten Essige (in Volumsprozenten) am Ettikett vorgeschrieben ist.

Gute Frage - Was ist Essig? Erfahren Sie hier mehr über dieses vielseitige Produkt.

Thema Preis & Qualität

Wie bei allen Lebensmitteln, gilt der Grundsatz, daß Qualität, Geschmack und Preis von den Ausgangsprodukten, der Verarbeitung und der Lagerung abhängen. Spitzenware kann ganz einfach nicht spott-billig sein.

Wie entsteht Gärungsessig?

Vereinfacht gesagt: ähnlich wie Wein. Gärungsessig erhält man durch die Fermentation von zuckerhältigen Ausgangsmaterialien (Obst, Weintrauben). Der Zucker wird durch Hefe in Alkohol umgewandelt (vergoren). Diesen Alkohol vermengt man mit Essigsäurebakterien, wodurch schließlich Essig (Essigsäure) entsteht.

Stichwort Weinessig:
Er wird wahlweise aus roten oder weißen (sortenreinen) Trauben hergestellt (vergoren).

Was ist ein Aceto Balsamico?
Der originale Aceto Balsamico (Balsam-Essig) stammt nur aus Modena und wird aus Trebbiano-Trauben gewonnen sowie sorgsam (in Holzfässern) gelagert. Das Original erkennt man am Etikett, genauer gesagt an der API-Nummer, die mit MO (für Modena) endet. Balsam-Essige werden auch außerhalb Italiens hergestellt.

Der Aceto Balsamico Tradizionale (geschützte Herkunftsbezeichnung) wird 12 Jahre oder länger in Holzfässern gelagert und gilt als Krönung aller Essig-Kreationen. So edel, daß man zum Beträufeln eine Pipette verwendet.

Säuregehalt: Weinessig bzw. Aceto Balsamico müssen über mindestens sechs Prozent Essigsäure verfügen.

Obst-Essige: Aus Obstwein werden unter anderem Apfel-, Steinobst- oder Beerenessig hergestellt und nach der verwendeten Obstart bezeichnet. Der Säuregehalt variiert je nach Produkt und Hersteller zwischen 5 und 7,5 Prozent.

Trester-, Bier-, Malz-, Honig- und Molkeessig werden, ihrer Bezeichnung entsprechend, aus Trestern (Preßrückständen), Bier, vergorener Malzwürze, vergorenem Honig oder Molke erzeugt.

Was ist ein Tafelessig? Unter dem Tafelessig versteht man einen Weingeistessig. Er wird aus reinem Alkohol gewonnen. Dazu zählt der Hesperidenessig, der zurecht als typisch österreichischer Essig bezeichnet wird. Hesperidenessig ist das wohlschmeckende Resultat einer von Mautner Markhof exklusiv entwickelten (geheimen) Rezeptur.

Säureessig und Essigessenz: entstehen durch die Destillation von Cellulose; hochprozentige Essigsäure.
Säureessig wird durch Verdünnung mit Trinkwasser auf einen Säuregehalt von weniger als 15,5 Prozent gebracht. Im LEH weisen diese Produkte einen Säuregehalt von 5 bis 7,5 Prozent auf. Die Essigessenz enthält mehr als 15,5 Prozent Essigsäure. Sie muß in bruchsichere Gefäße abgefüllt und mit der Aufschrift „Vorsicht ätzend, unverdünnt genossen lebensgefährlich“ versehen werden. Zudem ist das Ausmaß der Verdünnung mit Wasser anzugeben, mit dem Essigessenz genußfähig wird.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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