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EU-Einzelhandel legt weiter zu

06.06.2018

Der Einzelhandel in der EU ist im April gegenüber dem März um 0,4 Prozent gestiegen. Österreich musste hingegen einen Einbruch um 0,5 Prozent hinnehmen.

Laut dem statistischen Amt der Europäischen Union Eurostat stieg das saisonbereinigte Absatzvolumen des Einzelhandels von März auf April 2018 in der EU28 um 0,4 Prozent (Euroraum (ER19): + 0,1 %). Es geht also mit Schwung weiter, denn schon im März dieses Jahres stieg das Volumen im Euroraum (EU28: +0,4%; ER19: +0,2% gestiegen). Von April 2017 bis April 2018 verzeichneten EU und Währungsunion jeweils einen Einzelhandels-Zuwachs von 1,7 Prozent.

Österreich unter dem Durchschnitt

Spitzenreiter beim Einzelhandel-Absatzvolumen im April war Deutschland (+2,3 Prozent), vor Rumänien (+1,7 Prozent), Großbritannien, Irland und Litauen (je +1,5 Prozent). Die höchsten Steigerungen gab es im Jahresvergleich für Rumänien (+7,4 %), Polen (+6,6 Prozent) und Litauen (+6,5 %).

Österreich kann damit nicht mithalten. Der heimische Einzelhandel muss einen Einbruch um 0,5 Prozent hinnehmen. Auch im Jahresvergleich liegt Österreich mit einem Plus 0,8 % Prozent unter dem EU-Durchschnitt. Einbußen mussten noch zehn weitere EU-Staaten hinnehmen. Am schwersten traf es Portugal (-4,1 %), gefolgt von Slowenien (-2,0 %) und Estland (-1,8 %). Die stärksten Rückgänge seit letzten Jahr gab es in Malta (-3,1 %), Belgien (-1,5 %) und Slowenien (-1,4 %).

Genussmittel weniger im Kurs

Das Wachstum ist allerdings nicht auf Nahrungsmittel, Getränke oder Tabakwaren zurückzuführen. Während im EU-Nicht-Nahrungsmittelsektor seit März ein Zuwachs um 1,5 Prozent (ER19: +1,7 %) verzeichnet wurde, sank das Absatzvolumen von „Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren“ um 0,5 Prozent (ER19: -0,7 %). Auch im Jahresvergleich ging das Absatzvolumen in diesem Bereich um 0,3 Prozent zurück (Nicht-Nahrungsmittelsektor: +3,2), im gesamten Euroraum gab es ein schwaches Plus von 0,7%.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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