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EU für Gentechnik

05.10.2005

Der Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen ist in der EU zwar kaum mehr aufzuhalten, aber noch immer umstritten. Mehr als 20 verschiedene Produkte, von Baumwollsamen über Sojabohnen bis zu Nelken oder Chicoree, sind bereits seit Jahren zugelassen. Seit ein sechs Jahre dauerndes Moratorium für die Zulassung neuer Gen-Organismen in der EU im Mai 2004 beendet wurde, sind bereits fünf weitere Sorten zugelassen, zusätzliche könnten in den nächsten Wochen Folgen. Doch die Sache ist kompliziert: Die EU-Kommission unterscheidet peinlich genau zwischen genveränderten Produkten, die als Lebens- oder Futtermittel zugelassen sind und jenen die angebaut werden dürfen. Dementsprechend ist die Zuständigkeit auch auf drei Kommissare verteilt. Seit vorigem Jahr gilt in der EU eine strenge Kennzeichnungspflicht für alle Futter- und Lebensmittel, die mehr als 0,9 Prozent genveränderte Organismen enthalten, etwa Zuckermais oder Sojamilch.

Damit habe der Konsument die Wahlfreiheit, so die Argumentation der Brüssler Behörde. In den 25 Mitgliedstaaten sei derzeit keine klare Linie gegenüber Gentechnik ablesbar, heißt es aus der Kommission. In den entsprechenden Gremien enthalten sich die meisten Länder der Stimme. Druck in Richtung mehr Zulassungen kommt vor allem von Großbritannien und den Niederlanden. Spanien sei seit dem Regierungswechsel von seiner bisherigen Pro-Haltung abgerückt, während Dänemark von den Gegnern zu den Befürwortern gewechselt habe, heißt es aus EU-Kreisen. Wenn es im Rat somit weder für noch gegen eine Zulassung eine qualifizierte Mehrheit gibt, entscheidet letztlich die Kommission, die bisher allen Anträgen stattgegeben hat.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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