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Mit einer Preissteigerung von 1,6 Prozent bei den Verbrauchsgütern des täglichen Bedarfs liegt Österreich im europäischen Mittelfeld

Europäischer FMCG-Markt wächst wieder schneller

02.03.2017

Das Wachstum der Verbrauchsgüter des täglichen Bedarfs nimmt wieder Fahrt auf, trotz eines langsamen Starts ins Jahr 2016. Österreich liegt in Europa im Mittelfeld.

Der Preisanstieg bei Verbrauchsgütern des täglichen Bedarfs (sog. FMCG-Produkte, „Fast Moving Consumer Goods“ wie Lebensmitteln, Getränken, Hygieneartikeln) ist auf dem höchsten Level seit einem Jahr. Laut Nielsen stieg 2016 der Umsatz für FMCG-Produkte in Europa um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Wachstum kommt zur Hälfte aus Mengensteigerung (0,4 Prozent); die Preise stiegen in dieser Zeit um 1,0 Prozent.

 

Im vergangenen Jahr ist der Wert des europäischen Warenkorbes um 41 Prozent höher als 2006. Die Anzahl der eingekauften Artikel erhöhte sich um elf Prozent. Die Türkei verzeichnet mit einer Verdreifachung den stärksten Anstieg, Griechenland mit minus elf Prozent den stärksten Rückgang.

„Der Wert des Einkaufskorbes hat sich durch eine Reihe von Faktoren erhöht wie beispielsweise die Inflationsrate, die Tatsache, dass die Verbraucher mehr einkaufen und den Wechsel zu mehr Premium- und frischen Produkten“, erläutert Sigrid Göttlich, Commercial Direktor bei Nielsen Österreich.

Konsumverhalten stabil

Betrachtet man die fünf großen westeuropäischen Märkte, so liegt Spanien an der Spitze (+3,1%), gefolgt von Frankreich (+0,9%). Großbritannien verzeichnet in dieser Gruppe mit -0,3 Prozent den stärksten Rückgang. Österreich verzeichnete ein nominales Wachstum von  1,6 Prozent und reiht sich damit im Mittelfeld ein.

„Nach dem langsamen Start ins Jahr 2016 endete das Jahr für den Lebensmitteleinzelhandel doch stark“, sagt Göttlich. „Obwohl das Konsumentenvertrauen stabil blieb, war es niedrig und die Wachstumsraten im Jahr 2016 lagen im Allgemeinen niedriger als in den Vorjahren, wobei das Volumenwachstum am niedrigsten seit 2013 war. Im zweiten Halbjahr verbesserte sich die Lage vor allem durch die mitteleuropäischen Länder und Iberia."

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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