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Immer mehr Neuprodukte tragen das Label "frei von"

„Frei von“ auf Siegeszug

16.08.2016

Laut Analyse von Mintel steigen in Österreich, Deutschland und der Schweiz Produkte, die mit „frei von“ gekennzeichnet sind, rapide an. Im deutschsprachigen Raum sind den Produkte, die auf bestimmte Inhaltsstoffe verzichten, schon eigene Supermarktregale gewidmet.

Mintel, die weltweit führende Datenbank für Produkteinführungen, hat in einer neuen Untersuchung die Ausmaße des „frei von“-Hypes in Österreich, Deutschland und der Schweiz unter die Lupe genommen. Ausgangsbasis waren die Daten des Jahres 2011, wo in Österreich 24 Prozent, in Deutschland 20 Prozent und in der Schweiz lediglich 13 Prozent aller Neueinführungen mit „frei von“ gekennzeichnet wurden.

„glutenfrei“ an vorderster Front

Die Ergebnisse von 2015 zeigen deutlich, dass sich bei den Produkten, bei denen der eine oder andere spezielle Inhaltsstoff weggelassen wird, viel getan hat. Immerhin wurden in Österreich schon 40 Prozent, in Deutschland 31 Prozent und in der Schweiz 21 Prozent der Produkte mit „frei von“ ausgelobt. Tatsächlich ist der „frei von“-Markt in den letzten fünf Jahren im deutschsprachigen Raum explodiert. An vorderster Front, quasi ein Aufsteiger der Aufsteiger, ist „glutenfrei“. Waren es 2011 in Österreich nur 5 Prozent der neu lancierten Produkte, die als „glutenfrei“ vermarktet wurden, kletterte der Wert 2015 schon auf 11 Prozent. Ähnlich die Situation in Deutschland: Dort stieg die Einführung von glutenfreien Produkten im gleichen Zeitraum von 6 auf 11 Prozent.

Mainstream-Trend für Gesundheitsbewusste

Die hohe Marktaktivität im glutenfreien Segment entspricht den Ergebnissen einer Mintel-Umfrage aus dem Jahr 2016, wonach sich mittlerweile 7 Prozent der deutschen Verbraucher nach eigenen Angaben glutenfrei ernähren. Unter den 16- bis 24-jährigen Verbrauchern sind es sogar 10 Prozent.    „Glutenfreie Ernährung hat sich in den letzten Jahren von einer Ernährungsform für Menschen, die unter Zöliakie leiden, zu einem Mainstream-Trend für gesundheitsbewusste Verbraucher entwickelt. Die individuell wahrgenommenen Gesundheitsvorteile der „frei von“-Produkte sind hierbei der Schlüssel zum Erfolg. Denn immer mehr Verbraucher kaufen „frei von“ auch ohne nachgewiesene Unverträglichkeiten oder Allergien als Teil eines gesundheitsbewussten Lebensstils. Daher ist zu erwarten, dass der Anteil der Verbraucher, der sich glutenfrei ernährt, auch in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird“, erklärt Katya Witham, Senior Food & Drink Analystin.

„laktosefrei“ auf der Überholspur

Aber nicht nur „glutenfrei“, das an der Spitze des „frei von“-Trends steht, legt zu. Auch die Kennzeichnung „laktosefrei“ wird immer beliebter. In Österreich hat sich beispielsweise der Prozentsatz der „lakttosefreien“ Produkteinführungen von 5 Prozent (2011) auf 9 Prozent (2015) fast verdoppelt. Die Verbrauchernachfage nach laktosefreien Produkten ist tatsächlich sehr hoch. Bei der Umfrage dieses Jahres gaben 13 Prozent der deutschen Verbaucher an, ihren Konsum von Milchprodukten aktiv zu reduzieren oder sogar zu vermeiden. Aber auch hier ist die Zustimmung unter den jüngeren Konsumenten am höchsten: 19 Prozent der 16-24-Jährigen gaben an, Milchprodukte zu meiden.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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