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Frost & Sullivan: Europamarkt für verdauungsfördernde Lebensmittel und Zusatzstoffe profitiert von höheren Preisen und neuen Anwendungsbereichen

26.01.2010

Vom zunehmenden Bewusstsein der Verbraucher für funktionelle Lebensmittel profitiert auch der Europamarkt für verdauungsfördernde Produkte. Im Jahr 2008 war der Bereich „Verdauung“ mit einem Umsatzanteil von 68 Prozent größter Sektor im Gesamtmarkt für funktionelle Lebensmittel mit EU-Zulassung. Höhere Produktpreise in Kombination mit einer Ausweitung der Anwendungsbereiche dürften das Marktwachstum weiter vorantreiben. Entsprechend rechnet eine neue Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://www.food.frost.com) in dieser Branche mit einer Steigerung des Umsatzvolumens von 245,0 Millionen US-Dollar im Jahr 2008 auf 536,5 Millionen US-Dollar im Jahr 2015. Die Studie deckt die Segmente Prebiotika, Probiotika und Verdauungsenzyme ab.

„Der Europamarkt für verdauungsfördernde Lebensmittel und Zusatzstoffe befindet sich im Wachstumsstadium und ist durch eine hohe Frequenz an Produktneueinführungen gekennzeichnet”, so Sridhar Gajendran, Branchenanalyst bei Frost & Sullivan. „Das Angebot gliedert sich in die Kategorien funktionelle Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel, wobei erstere sowohl in Bezug auf Marktvolumen als auch auf Marktwert im Jahr 2008 den größeren Anteil stellten.“ Funktionelle Lebensmittel mit verdauungsfördernder Wirkung sind in Form von Milchprodukten, Getränken, Backwaren, Zerealien und Convenience Food erhältlich. Vor allem aufgrund ihres signifikanten Potenzials zur Durchdringungen weiterer Anwendungsbereiche wie Fleisch und Fisch dürfte diese Kategorie in den nächsten Jahren kräftig zulegen.

Zudem haben gestiegene Produktpreise für einen höheren Umsatz im Markt gesorgt. So hat beispielsweise Beneo-Orafti, der weltweit größte Anbieter für die prebiotischen Ballaststoffe Inulin und Oligofructose, in den letzten Jahren sukzessive die Preise für sein BENEO-Programm erhöht. Ende 2007 wurden zunächst die Flüssigprodukte um sechs Prozent und die Pulverprodukte um acht Prozent teurer. Im November 2008 gab es dann nochmals einen Aufschlag – diesmal sogar um 25 Prozent, nachdem das belgische Unternehmen zwei Monate zuvor mit seinen prebiotischen Zusatzstoffen erstmals ein Co-Branding mit Fleischprodukten gestartet hatte. Es folgten weitere Co-Brandings, darunter Fischkonserven in Deutschland und Truthahnsteaks in Spanien.

Die negativen Auswirkungen der Rezession sind selbstverständlich auch in diesem Markt spürbar, vor allem bei den teuer herzustellenden Probiotika. „Allerdings dürften der wachsende Trend zu verdauungsfördernden Lebensmitteln und das Bestreben der Verbraucher, den steigenden Kosten in der Gesundheitsfürsorge durch Eigeninitiative wie beispielsweise durch eine bewusste Ernährung zu begegnen, diesen Effekt wieder ausgleichen“, kommentiert Sridhar Gajendran. „Darüber hinaus werden mit zunehmendem Bedarf und Produktionsvolumen auch die Herstellungskosten sinken, was den Probiotika-Anbietern entgegenkommt. Denn diese Kosteneinsparungen können an die verarbeitenden Betriebe und dann letztlich an die Verbraucher weitergegeben werden.“

Eine weitere Herausforderung sind die hohen Kosten für klinische Studien, weshalb bisher nur sehr begrenzt geforscht wurde. „Die Ergebnisse solcher Studien würden allerdings für eine erhebliche Steigerung der Nachfrage sorgen, in dem Sie für eine gezielte Aufklärung über die Vorteile einer gesunden Verdauung eingesetzt werden könnten“, meint Sridhar Gajendran. „Parallel dazu sollten für die Vermarktung von Produkten mit überzeugenden gesundheitsfördernden Eigenschaften alle Möglichkeiten für umfassende Claims geprüft und ausgeschöpft werden.“

Als künftigen Wachstumstreiber sieht Frost & Sullivan das Segment für Prebiotika, das kontinuierlich expandiert. Milchprodukte, Backwaren und Zerealien bleiben hier weiterhin die erfolgreichsten Kategorien. Momentan sind 50 Prozent aller Prebiotika in Form von Milchprodukten auf dem Markt. Gleichzeitig setzt eine zunehmende Zahl an Zerialienherstellern Prebiotika ein, um ihre Produkte mit zusätzlichen Ballaststoffen anzureichern und den Konsumenten damit das Gefühl zu vermitteln, für sich und ihre Gesundheit etwas Gutes zu tun.

Bei Interesse an weiteren Informationen zu Frost & Sullivans neuster Studie „EU Digestive Health Ingredients Market“ wenden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten an Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com). Die Informationen werden Ihnen dann per E-Mail zugesendet.

Die Studie EU Digestive Health Ingredients Market ist Teil des Growth Partnership Service Food & Beverage der Unternehmensberatung Frost & Sullivan, zu dem neben anderen auch folgende Studien gehören: U.S. Digestive Health Ingredients Market, EU Food and Feed Antioxidants Market, U.S. Bone and Joint Health Ingredients Market und European Heart Health Ingredients Market. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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