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Für viele Dorfgreißler wäre die zwingende Aufrüstung auf Scannerkassen finanziell nicht zu stemmen.

Für eine dauerhafte 15-Warengruppen-Regelung

28.02.2019

Mit der „15-Warengruppen-Regelung“ hatte die Bundessparte Handel eine Erleichterung für den Handel erreicht, die Ende 2020 auslaufen würde.

Im Zuge der Einführung der Registrierkassenpflicht war ursprünglich vorgesehen, dass auf Kassenbelegen beispielsweise nicht „Getränk“ als Sammelbegriff stehen darf, sondern Marke und Menge des gekauften Produktes genau anzuführen sind. Das hätte aber auch für kleine und kleinste Händler zwingend Scannerkassen bzw. elektronische Warenwirtschaftssysteme nötig gemacht.

Gut für KMU

Mit der „15-Warengruppen-Regelung“ hat die Bundessparte Handel aber eine Erleichterung für den Handel erreicht: Unternehmen, die keine elektronische Warenwirtschaft samt Scannerkassen im Einsatz haben, können 15 Warengruppen vorab definieren. Diese werden in die Kassa einprogrammiert. Am Beleg scheint dann eine dieser Warengruppen-Bezeichnungen auf. Diese Regelung würde jedoch mit Ende des Jahres 2020 auslaufen. „Damit kämen auf den Handel – und da insbesondere auf KMU – zusätzliche Belastungen zu“, warnen Bundesspartenobmann Buchmüller und Spartengeschäftsführerin Iris Thalbauer. Man rechnet mit Anschaffungskosten von mindestens 15.000 Euro sowie zusätzlichen laufenden Kosten: „Denn mindestens eine Halbtagskraft wäre damit beschäftigt, Waren ins Warenwirtschaftssystem einzuspeichern, Waren, die ohne EAN-Code angeliefert werden, zu kennzeichnen sowie Preise zuzuordnen und zu ändern.“

Befristung streichen!

Die Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) macht sich deshalb für die Weiterführung einer besser an der Praxis orientierten Vorgangsweise im Zusammenhang mit der Registrierkassenpflicht stark: „Streichen wir die Befristung der so genannten 15-Warengruppen-Regelung und machen daraus eine permanente Erleichterung“, schlägt Handelsobmann Peter Buchmüller vor. Ein weiterer guter Grund dafür, dass die derzeit geltende praxisgerechtere Vorgangsweise in Form der 15-Warengruppen-Regelung für den Handel aufrecht bleibt, ist folgender: „Die vollumfängliche Warenbezeichnung am Kassazettel bringt für die Finanz keinen Zusatznutzen. Ob mit oder ohne handelsüblicher Warenbezeichnung am Beleg - die Beträge werden in die Kassa eingegeben und ein korrekter Umgang mit den Umsätzen im Rahmen der Registrierkassenpflicht ist gewährleistet.“

15er-Regelung für alle

Buchmüller und Thalbauer setzen zudem alles daran, dass die 15-Warengruppen-Regelung künftig für alle Handelsunternehmen, unabhängig vom Umsatz, gilt: „Wir sind dazu bereits in Gesprächen mit dem Finanzministerium und gehen davon aus, dass eine im Sinne des Handels gute und sinnvolle Lösung getroffen werden wird.“

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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