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Die Pläne des LEH zur Ausweitung der Silvester-Öffnungszeiten sind für die Gewerkschaft ein Schlag ins Gesicht der Handelsangestellten.

Gewerkschaft: LEH gefährdet durch Silvester-Pläne die Verhandlungen

19.11.2019

GPA-djp Vorsitzende Barbara Teiber sieht in der Verlängerung der Silvester-Öffnungszeiten eine unnötige Provokation.

Völlig überraschend wurden nun Pläne bekannt, dass große Lebensmittelketten im Handel zu Silvester bis 17 Uhr öffnen wollen. Bisher war es üblich, dass die Geschäfte am 31.12. um spätestens 15 Uhr schließen. „Das Vorhaben ist eine Provokation der Handelsangestellten und überdies eine Gefährdung des zuletzt konstruktiven Verhandlungsklimas in der laufenden Kollektivvertragsrunde“, kritisiert die Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Barbara Teiber.

„Gerade in der Weihnachtszeit leiden viele Beschäftigte unter enormen Arbeitsdruck, der sich unter anderem auch negativ auf das Familienleben auswirkt. Deshalb ist auch die im letzten Jahr getroffene Einigung auf eine Verkürzung der Öffnungszeiten am 24. Dezember sehr positiv aufgenommen worden. Durch die aktuellen Pläne zu Silvester 2 Stunde länger offen zu halten, wird dieser Weg wieder konterkariert. Konkret heißt das, dass viele Kolleginnen und Kollegen erst um 19 Uhr nach Hause kommen. Das ist eine große Respektlosigkeit gegenüber jenen Angestellten, die ohnehin alles geben und an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gehen, damit die KonsumentInnen während den Feiertagen ihre Wünsche erfüllt bekommen. Wir werden dieses Störfeuer der Handelskonzerne bei der kommenden KV-Runde am Donnerstag sicher thematisieren. Wir fordern die Arbeitgeber auf, diese Pläne zurückzunehmen“, so Teiber.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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