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Gewürze - Tipps für den Kunden

12.07.2002

Generell ist festzustellen, daß sich die Österreicher in diesem Produktfeld erstaunlich gut informiert zeigen. Lediglich bei der Verwendung in der Küche bestehen bestimmte Informationsdefizite.

Wer als Lebensmittelhändler auf sich hält, besteht darauf , daß die Käufer auch bei Kräutern und Gewürzen fachmännisch beraten werden.

Grundsätzlich wird zwischen Kräutern und Gewürzen unterschieden:

Kräuter verfügen über Blätter und Stiele, die im Gegensatz zu Gewürzen frisch, tiefgefroren oder getrocknet verkauft werden.

Gewürze sind Rinden, Samen, Knospen und Blüten bestimmter Pflanzen; sie stammen mehrheitlich aus tropischen Gebieten und wirken bereits in geringen Mengen geschmacks- und geruchsverbessernd.

Bei getrockneten Kräutern gilt generell: Vor der Verwendung sollten sie in der Hand verrieben werden, damit sich ihre Geschmacks- und Aromastoffe optimal entfalten können. Hier eine Übersicht über die bekanntesten und beliebtesten Küchenkräuter.

Basilikum: Auch Pfefferkraut genannt. Verwendung bevorzugt für italienische Gerichte sowie zu Kalb-, Lamm- und Fischspeisen.

Bohnenkraut: kommt aus dem Mittelmeerraum. Paßt besonders zu Bohnen und Hülsenfrüchten, aber auch Suppen, Soßen und Geflügelgerichten.

Borretsch: hoher VitaminC-Gehalt, hervorragendes Gewürz für Gurken, Gemüsesalate, Kräuterbutter und Kräutersoßen.

Beifuß: seine Wirkstoffe machen Fett leichter verdaulich. Verwendung: Gänse- und Entenbraten sowie Schweine- und Kalbshaxengerichte.

Dill: neben Petersilie und Schnittlauch häufigste Kräutersorte. Paßt zu Suppen, Soßen, Salaten und natürlich Fischgerichten.

Estragon: kräftig im Geschmack und vielfältig in der Verwendung (Soßen, Fisch, Krustentiere, Senf und Essigerzeugung, Kräuterbutter etc.).

Gartenkresse: beliebt für Brotaufstriche, Rohkost, Salate, Kräuterbutter und Kartoffelgerichte.

Hopfen: zum Würzen von Suppen und Soßen bzw. Fleischgerichten.

Kerbel: optisch der Petersilie ähnlich, aber mit leichtem Anisgeschmack. Verwendung: Hackfleischgerichte, Füllungen, Ragouts; sehr geschmacksintensiv.

Koriander: gerne Kräutermischungen beigegeben und bei Lammbraten und Eintopfgerichten verwendet.

Liebstöckel: auch unter dem Namen Maggikraut bekannt. Intensives Suppenkraut; zum Abschmecken von Saucen und für Salate.

Majoran: würziges Küchenkraut. Fixbestandteil von Gulasch und Eintöpfen; zudem bei Enten- und Lebergerichten verwendet.

Oregano: vielseitig einsetzbar und ganz besonders in der mediterranen Küche geschätzt.

Petersilie: Die Blattpetersilie ist die würzigste und schmackhafteste ihrer Art. Die Krausepetersilie (nicht so geschmacksintensiv) wird für die Dekoration bevorzugt.

Pfefferminze: in der angelsächsischen Küche zu Lammgerichten und Ragouts; bei uns als Küchenkraut wenig bekannt.

Salbei: aufgrund des kräftigen Aromas sparsam verwendet für Gemüse, Suppen, Kalbfleisch, Tomaten-, Lamm- und Fischgerichte.

Schnittlauch: gehört botanisch gesehen nicht zu den Kräutern, sondern ist ein Zwiebelgemüse. Verwendung: Zum Würzen von Suppen, Soßen, für Salate und Brotaufstriche; in der österreichischen Küche extrem beliebt.

Thymian: kräftiges Aroma. Bevorzugt zu Wild-, Lamm-, Fleisch-, aber auch Flügelgerichten.

Zitronenmelisse: typischer Zitronengeschmack; für Joghurt, Obstsalate, Rohkost.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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