Direkt zum Inhalt

Greenpeace Kaffee-Check

16.04.2018

Im aktuellen Marktcheck von Greenpeace wurde das Kaffee-Angebot in Supermärkten unter die Lupe genommen. Das Fazit: Das Sortiment ist kaum bio oder fair, dafür aber verkapselt. Die Diskonter gingen als Testsieger hervor.

„Ein gutes Kaffeesortiment besteht nicht aus möglichst vielen Artikeln, sondern einer Auswahl an möglichst nachhaltig und fair produzierten Produkten“, sagt Nunu Kaller, Greenpeace-Konsumentensprecherin zum Ergebnis des aktuellen Marktchecks. Die Zahl an empfehlenswerten Kaffee-Produkten, wie Bio-Eigenmarken oder „EZA“ ist überschaubar: Bei den getesteten Supermärkten gibt es lediglich ein bis acht Produkte, die sowohl biologisch produziert und von Fairtrade zertifiziert sind, als auch ohne aufwändige Einzelverpackungen auskommen.

Diskonter übernahmen Vorreiterrolle

Am meisten überzeugte die Umweltschutzorganisation Lidl und Hofer. Das Sortiment der beiden Diskonter hat einen vergleichsweise hohen Anteil an fair produziertem Kaffee und weniger Artikel mit Kapseln und Pads. Lidl verkauft unter seiner Eigenmarke „Fairglobe“ bereits seit 2012 Faitrade-zertifizierte Kaffee-Produkte. Mittlerweile sind 66 Prozent des kompletten Kaffee-Sortiments zertifiziert, einige davon haben auch Bioqualität. Das Unternehmen führt ein um umfangreichen Rohstoffprogramm in seinen Eigenmarken. Das Ziel ist statt Nischenprodukten die Eigenmarken zu zertifizieren, um fair gehandelte Lebensmittel leistbar zu machen. Auch in anderen Bereichen des Sortiments wurde in den letzten Jahren Schritt für Schritt umgestellt.

Mehr Profit bei Kapseln & Pads

Einer der größten Unterschiede zu anderen Supermarktketten liegt in der Größe des Angebotes. Während bei Lidl und Hofer rund 25 unterschiedliche Packungen mit Kaffee, gemahlen oder ganze Bohne, erhältlich sind, finden sich bei Interspar und Merkur mehr als 200 Artikel. Mehr als der Hälfte davon wird einzeln in Kapseln oder Pads angeboten. Der Grund dafür ist das boomende Geschäft mit diesen Kaffee-Artikeln. Insgesamt trinken 60 Prozent aller Österreicher ihren täglichen Kaffee aus der Kapsel- oder Kaffee-Maschine. Dabei machen Hersteller guten Gewinn, denn ein Kilo Kaffee in Einzelverpackungen kostet bis zu 80 Euro.

 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Handel
08.10.2019

Bereits seit 2013 schwirren im seit 2018 bio-zertifizierten Bienenhotel in Sattledt, welches HOFER im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative „Projekt 2020“ errichtet hat, täglich mehrere ...

Günstig und gut: Die Milfina Enjoy free! Buttermilch überzeugte im Test des VKI.
Handel
08.10.2019

Der kürzlich veröffentlichte Buttermilchtest des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) belegt auf ein Neues: Die Exklusivmarken von Hofer garantieren erstklassigen Genuss. Mit der Buttermilch ...

Thema
03.10.2019

Tchibo geht einen Schritt weiter in Sachen Nachhaltigkeit: Kundinnen und Kunden können ab heute, 3. Oktober ihre eigene Kaffeedose in die Tchibo Filiale mitbringen und diese mit ihren ...

Handel
03.10.2019

Am 3. Oktober startet wieder die beliebte Wein Sélection bei Lidl Österreich – mit heimischen Top-Weinen aus bekannten Weinregionen in Österreich. Die Aktion gilt so lange der Vorrat reicht.

Handel
01.10.2019

Ab sofort bietet Lidl Österreich mit dem „Vitaminnetz“ wiederverwendbare Obst- und Gemüsenetze in allen österreichischen Filialen an. Die praktischen Tragehelfer sind leicht, stabil, hygienisch ...

Werbung