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Große Leistungen im Land ob der Enns

02.05.2005

Oberösterreich ist das industrielle Kernland Österreichs. Die Nahrungsmittelproduktion trägt einen nicht unerheblichen Teil zur prosperierenden Wirtschaft bei. Die Weichen für die Zukunft sind gestellt.

Oberösterreich ist das industrielle Kernland Österreichs. Das geht aus dem „Standort- und Technologiebericht Oberösterreich 2004“ der oberösterreichischen Technologie- und Marketinggesellschaft (TMG) hervor. Rund ein Viertel (25,4%) der Bruttowertschöpfung Österreichs in der Sachgüterproduktion werden in Oberösterreich erwirtschaftet (vor Niederösterreich mit 18,8% und der Steiermark mit 16,7%). Auf die Sachgütererzeugung in Oberösterreich entfallen 31,8% der Bruttowertschöpfung (vor Vorarlberg 27,9% und der Steiermark mit 27,0%).
Gemessen an der gesamten Wirtschaftskraft (Bruttoregionalprodukt) liegt Oberösterreich mit rund 35 Milliarden Euro an der zweiten Stelle nach Wien (57 Mrd. €) und knapp vor Niederösterreich (33 Mrd. €). Bezüglich des Bruttoregionalprodukts (BRP) je Einwohner liegt Oberösterreich nach den für 2001 verfügbaren Daten um 4 Prozent-Punkte unter dem Bundesdurchschnitt und an der 5. Stelle der österreichischen Bundesländer. Beim BRP je Erwerbstätigen beträgt der Abstand zum Bundesdurchschnitt nur noch 2% und Oberösterreich liegt, nur knapp hinter Vorarlberg (3%), gemeinsam mit Salzburg an der 3. Stelle.
Lebensmittelproduktion

Was nun die Lebensmittelproduktion betrifft, nennt die Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Oberösterreich einen Produktionswert von rund 1,4 Mrd. Euro (bezieht sich nur auf die oö. Produktionsstätten der Unternehmen und ist nicht mit deren Gesamtumsätzen gleichzusetzen), die von rund 60 Betriebsstätten mit ca. 5.000 Beschäftigten erwirtschaftet wurden. Die größten Unternehmen, gemessen am Personalstand sind die Firmen Spitz, Attnang (580 Beschäftigte), Brau Union, Linz und Zipf (560), Haribo, Linz (300), Landhof, Linz (290), Ring, Linz (280), Efko, Eferding (180), Agrana, Aschach (180), Pfanner, Enns (170), Nestlé, Linz (150), Almi, Leonding (130), Vereinigte Fettwaren, Wels (120), Ed. Haas, Traun (110), Hipp, Gmunden (110).

Diese Zahlen geben allerdings kein vollständiges Bild der oberösterreichischen Nahrungsmittelproduktion wider, denn hier sind etwa die allermeisten Molkereien nicht enthalten, weil sie als bäuerliche Genossenschaften nicht von dieser Statistik erfasst sind. Allein die drei größten oberösterreichischen Milchverarbeiter – Berglandmilch, Gmundner Molkerei und Landfrisch – setzen zusammen rund 700 Mio. Euro um. Weiters wäre eine Vielzahl gewerblicher Nahrungsmittelproduzenten zu berücksichtigen, etwa 438 Bäcker, 356 Fleischer, 201 Konditoren u.v.a.m.
Eine zukunftsweisende Initiative ist der Lebensmittelcluster Oberösterreich (LCOÖ). Die wichtigsten Aufgaben sind die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft durch Kooperationen, die Stärkung der Wirtschaftskraft durch strategische Netzwerke, die Steigerung der Lebensmittel-Kompetenz durch F&E-Projekte sowie die Erhöhung der Standortattraktivität Oberösterreichs.

Weichenstellungen
Im Auftrag des Landes ist das Programm „Innovatives Oberösterreich 2010“ entwickelt worden. Bis zu 600 Mio. Euro – mehr als die Hälfte davon für Forschung und Entwicklung – sollen dafür in den kommenden Jahren aufgewendet werden. Das „größte Mittelstandsprogramm der Zweiten Republik“ sei die konsequente Weiterführung des „Strategischen Programms OÖ 2000+“, mit dem von 1998 bis 2003 der Aufbau von Technologie- und Branchennetzwerken und eine zukunftsweisende Standortentwicklung eingeleitet worden seien, erklärte Landeshauptmann Josef Pühringer.
Der Bund wird in Oberösterreich in den kommenden Jahren zahlreiche Infrastruktur-Großprojekte verwirklichen. Der sechsjährige Rahmenplan der ÖBB für Schieneninfrastrukturinvestitionen sieht für Oberösterreich in den Jahren 2005 bis 2010 insgesamt 697 Mio. Euro vor. Ab 2011 bis 2020 seien nochmals 928 Mio. Euro für Oberösterreich vorgesehen. Die größten Ausgaben betreffen den Ausbau der Westbahn, der Bahnstrecke zwischen Wels und Passau sowie den Bau einer City-S-Bahn in Linz.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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