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Staatspreis Packaging für Regeniersalz in der Pyramide, Kategorie b2c (v. l.): Christian Holzer, (BMWFW), Claro-Geschäftsführer Josef Dygruber, Harald Kaszanits (BMWFW)

Grüner Erfolg mit Turboboost

13.12.2016

Mitte der neunziger Jahre gründete ein verwegener Unternehmer in Mondsee eine Firma, die sich der grünen Waschkraft verschrieb. Nach mehr als 20 Jahren scheint Josef Dygruber mit Claro auf der Erfolgstraße zu fahren.

Das neue Design des Claro-Sortiments

Jetzt kommt es Schlag auf Schlag: Claro relauncht das Sortiment komplett, die Kommunikation über die phosphatfreien Geschirrspülmittel und Tabs greift, das Unternehmen wird von Bundesministerin Sophie Karmasin als „familienfreundlich“ ausgezeichnet, und es erhält den Staatspreis für Smart Packaging (Regeneriersalz in der Pyramide) in der Kategorie b2c vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. Das hätten sich Eigentümer und Geschäftsführer Josef ­Dygruber und sein Team vor ein paar Jahren noch nicht vorstellen können.

1995, als der Oberösterreicher ­Dygruber Claro mit jener Idee gründete, ein „grünes“ Geschirrspülmittel zu entwickeln, tummelte er sich im Becken der großen Mitbewerber. Vielleicht war die Idee des phosphatfreien und umweltfreundlichen Geschirrspülmittels noch einen Tick zu früh für Handel und Konsumenten. Die große grüne Welle der Nachhaltigkeit kam so richtig Mitte der 2000er Jahre ins Rollen und erreicht bald ihren Höhepunkt: Die EU beschließt, dass Reinigungsmittel für Haushaltsspülmaschinen ab Januar 2017 phosphatfrei sein müssen.

Tüfteln an Innovationen

„Bei Unternehmensgründung waren wir sehr euphorisch, schließlich kam die Ernüchterung, und wir haben voll auf Handelsmarkenproduktion gesetzt, bis ich gemerkt habe, dass die Wertschöpfung den Leistungen nicht gerecht wird“, so Josef Dygruber. Mit der Entscheidung, sich voll auf die Marke Claro zu konzentrieren, hat er wohl den besten und wichtigsten Schritt in seiner Firmengeschichte gesetzt. Denn ab da begann das grüne Pflänzchen Claro ordentlich zu sprießen. Heute hat Claro am Standort 33 Mitarbeiter (fünf in Forschung und Entwicklung), macht zwölf Mio. Euro Umsatz und hat eine Kapazität von 400 Mio. Tabs pro Jahr, die noch Potenzial nach oben lässt.

„Seit 20 Jahren tüfteln wir mit Pioniergeist und Neugier an Innovationen. So sind unter anderem die 3-Phasen-Tabs, die patentierte wasserlösliche Folie und die ersten phosphatfreien Geschirrspültabs entstanden“, erzählt der Chef. Das Bekenntnis zur Region rundet die Philosophie über Claro ab, denn von Anfang an waren Entwicklung, Produktion und Management unter einem Dach in Mondsee im Salzkammergut. Durch kurze Wege innerhalb des Unternehmens und die enge Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen entsteht ein hoher Gedankenaustausch.

Siegel sind wichtig

Die mit diversen Öko-Siegeln (die einzigen mit Ecolabel) und dem österreichischen Umweltzeichen ausgestatteten Produkte erfuhren nun den größten Relaunch seit Beginn des Bestehens. Nach einem Testlauf bei Interspar im Europark war klar, dass das neue Design gut ankommt. Kurz zusammengefasst: Die Farbe Grün sowie die Packungstaille bleiben, der Auftritt wird anders gestaltet. Die optischen Neuerungen erinnern sogar an Klimts Jugendstil. Wichtig ist die offene Kommunikation auf der Packung, die im amikalen Stil folgende Inhalte vermittelt: Made in Austria, Familienbetrieb unabhängig von Konzernen, kurze Transportwege, interne Entwicklung, eigene Produktion, ohne Tierversuche, ohne Palmöl und vegan. Das Verpackungsmaterial stammt ebenfalls aus OÖ. Damit ist die starke Differenzierung zu anderen Produkten gegeben. Im Export ist Deutschland der strategisch wichtigste Markt, für den es wie Österreich folgende Produkte gibt: Multitabs, Classic, Hygiene, Klarspüler und Regeneriersalz, das aus österreichischem Alpensalz besteht. Die Kooperationen mit dem bedeutsamsten deutschen Geschirrspülmaschinen-Hersteller  Miele bleibt bestehen und demnächst wird man auf Rolling Boards und in Social Media noch viel mehr von den Umweltpionieren aus OÖ hören.

Autor/in:
Gabriele Jiresch
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