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Handelsverband-Präsident Stephan Mayer-Heinisch

Handel begrüßt WKÖ-Reform

15.03.2017

Die Wirtschaftskammer plant die Beitragszahlungen um 15 Prozent zu senken. Der Beschluss dazu wird Anfang April erwartet. Der Handelsverband hofft auf eine rasche Umsetzung, geplant ist der Start mit Jänner 2019.

Die Wirtschaftskammer hat es sich zum Ziel gesetzt die leistungsstärkste Wirtschaftskammer der Welt zu werden, verkündete WKÖ-Präsident Christoph Leitl am 10. März 2017. Geplant ist daher, 20 Prozent der verfügbaren Kammereinnahmen einzusparen. Der Großteil davon, nämlich 15 Prozent (100 Mio. Euro) soll dann der Beitragssenkung dienen, die ab 1. Jänner 2019 greifen soll.

Erster, wichtiger Schritt

„Wir freuen uns, dass man sich nun zu einer Reform durchgerungen hat, um in Zeiten der Digitalisierung einen Akzent für mehr Wettbewerbsfähigkeit zu setzen und die Lohnnebenkostenbelastung zu senken“, würdigt Stephan Mayer-Heinisch, Präsident des Handelsverbandes, die angekündigten Veränderungen und hofft auf eine rasche Umsetzung. Beitragskürzungen von 100 Millionen sind für den Handelsverband ein erster wichtiger Schritt, um Unternehmen zu entlasten, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und den Faktor Beschäftigung attraktiver zu machen. Während die Vorschläge des Handelsverbandes nach einer Entlastung im Bereich der Kammerumlage 2 aufgegriffen wurden, um gerade beschäftigungsintensive Branchen durch eine Senkung der Lohnnebenkostenanteile zukunftssicher zu machen, bedarf es nach Ansicht des Handelsverbandes noch weiterer Maßnahmen.

Vorbild für die Arbeiterkammer?

Für die Branchenvertretung können Einsparungen von 100 Millionen Euro erst der Auftakt einer strukturellen Reform sein, da einzelne Unternehmen jährlich Millionenbeträge an die Kammer überweisen müssen. „Ein Handel 4.0 benötigt auch eine von Präsident Leitl in Aussicht gestellte effiziente und schlankere WKÖ 4.0, die Stärkefelder freier Interessensvertretungen würdigt und ein Miteinander sucht, anstatt strukturelle Redundanzen aufzubauen. Kooperation ist das Gebot unserer Zeit, daher müssen wir Kapazitäten bündeln und weiter an einem Strang ziehen, um einen positiven Beitrag für den österreichischen Handelsstandort zu leisten“, so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. Der eingeschlagene Weg der Wirtschaftskammer solle auch als Vorbild für die Arbeiterkammer dienen. Der rote Sparstift wäre nämlich auch bei den Arbeiterkammerbeiträgen angebracht, um die Arbeitnehmer zu entlasten. (apa/ar)

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