Direkt zum Inhalt
Rewe rechnet in Österreich 2016 mit einem Umsatzplus von vier Prozent

Handel bleibt weiter ein Jobmotor

26.09.2016

Der Handelskonzern Rewe beschäftigt gegenüber dem Vorjahr um 1050 Mitarbeiter mehr in Österreich. Durch die Zielpunkt-Pleite konnte Rewe den Marktanteil steigern und rechnet heuer mit einem Umsatzplus von vier Prozent.

Die Steuerreform scheint dem Handel gut zu tun. Die Österreicher lassen die Kassen der heimischen Lebensmittelhändler klingeln. Rewe-Chef Frank Hensel rechnet damit, dass der Gesamtmarkt heuer um zwei Prozent wächst, was dem Lebensmitteleinzelhandel endlich wieder ein reales Plus bescheren würde. Laut Hensel ist Rewe heuer besser als der übrige Markt unterwegs, und rechnet in Österreich mit einem ein Umsatzplus von vier Prozent. Besonders die Flaggschiffe Billa und Merkur treiben die Umsätze in die Höhe, aber auch bei den übrigen Marken (u. a. Penny, Adeg) gebe es Zuwächse.

Auch das Online-Geschäft wächst. Hensel hält es für möglich, dass der Anteil des Onlinehandels am Gesamtumsatz von Rewe in den nächsten Jahren auf bis zu fünf Prozent steigt. Derzeit kostet der Onlinehandel jedoch noch Geld. Wann damit schwarze Zahlen geschrieben werden ist für Hensel nicht absehbar, auf jeden Fall werde Rewe weiter in die Digitalisierung investieren.

Mit dem Wachstum von Umsatz und Marktanteilen, stiegen auch die Mitarbeiterzahlen. Gegenüber dem Vorjahr beschäftigt Rewe in Österreich heuer um 1050 Mitarbeiter mehr. Geeignete Arbeitskräfte wären jedoch schwer zu finden: „Wir müssen alles Mögliche tun, um unser objektiv nicht so attraktives Gewerbe, so attraktiv wie möglich zu machen“, meint Hensel. Dies funktioniere beispielsweise mit Weiterbildungsmaßnahmen und Prämien.

Beim Sortiment, so Hensel, kämen besonders die "grünen Produkte" gut an. Der Bioanteil bei Obst und Gemüse liegt durchschnittlich bei etwa 15 Prozent, bei Eiern sind es 35 Prozent. Erfreulich entwickeltn sich auch die Produkte, die mit dem unternehmenseigenen Gütesiegel "Pro Planet" ausgezeichnet sind. Im Einführungsjahr 2010 brachten sie einen Umsatz von sieben Millionen Euro, zuletzt waren es 110 Millionen Euro. In Sachen Nachhaltigkeit geht Rewe auch bei den Plastik-Tragtaschen neue Wege: Ab Mitte 2017 sollen diese der Vergangenheit angehören. Nicht davon betroffen sind die Knotenbeutel in den Obst- und Gemüseabteilungen. 

Veränderungen wird es auch bei der künftigen Struktur der Rewe International AG, zuständig für Österreich und das Vollsortimentgeschäft in Italien und Osteuropa, geben. Nach dem Ausscheiden von Frank Hensel im Jahr 2018 wird es keinen Vorstandsvorsitzenden mehr geben. Bereits ab 2017 wird Marcel Haraszti, bisher Regionsleiter bei Rewe Süd, als Bereichsvorstand für den heimischen Lebensmitteleinzelhandel (mit den Vetriebsschienen Billa, Bipa, Merkur und Adeg) nach Österreich kommen. (apa/ar)

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Rewe International Vorstand Marcel Haraszti und Klaus Schwertner, Geschäftsführer und Generalsekretär der Caritas. Die Rewe Group Österreich leistet einen Beitrag zur Soforthilfe und übergibt der Caritas und dem Roten Kreuz als Überbrückung je 40.000 MNS
Handel
06.04.2020

Mund-Nasen-Schutz (MNS) wird derzeit überall auf der Welt händeringend benötigt – nicht zuletzt auch im österreichischen Pflegewesen. Deshalb setzen Billa, Merkur, Penny, Bipa und Adeg nach der ...

Das Liquiditätsproblem: Nach 10 Schließtagen fehlt vielen Unternehmen das Geld, um Gehälter bis zur AMS-Zahlung vorzufinanzieren.
Handel
27.03.2020

Vielen Händlern geht die Luft aus, 490.000 Arbeitsplätze sind akut gefährdet. Jetzt muss Geld fließen!

Eine gute Idee: Die arbeitenden Menschen sind zwischen 8 und 9 Uhr überwiegend auf dem Weg in oder schon in der Arbeit - und alle anderen gehen halt später. So blieben die älteren und gesundheitlich angeschlagenen Kunden unter sich.
Handel
17.03.2020

Von Rewe kam der Vorschlag, auch Lidl Österreich unterstützt ihn: Die Zeit von 8 bis 9 Uhr morgens für ältere Personen freizuhalten. Jüngere Kunden werden gebeten, in diesem Zeitraum bewusst auf ...

Madlberger
10.03.2020

Der Lebensmittelhandel ist dieser Tage, da die Coronakrise in Italien und damit in Europa ungeahnte Ausmaße erreicht, ein Hort der Stabilität. Da können wir Österreicher froh sein, dass unser Land ...

Thomas Schloss (Co-Founder ecoSHAVE), Markus Kuntke (Leiter Trend- und Innovationsmanagement der ReweE Group in Österreich) sowie Thomas Grüner (Co-Founder ecoSHAVE) präsentieren den nachhaltigen Rasierer für Österreichs Kundinnen und Kunden.
Markenartikel
18.02.2020

Einwegrasierer sind die weltweit beliebteste Art der Nassrasur. Die Spuren, die dabei aber hinterlassen werden, sind massiv: jährlich landen rund 5 Milliarden Stück Einwegrasierer im Hausmüll.

Werbung