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Handel setzt Kollektivvertrags-Verhandlungen fort

07.11.2007

Nach gut zwei Wochen Pause werden die Kollektivvertragsverhandlungen für rund 512.000 Handelsangestellte und Beschäftigte in verwandten Berufen heute, Mittwoch, fortgesetzt.

Die Verhandlungen wurden am 19. Oktober bei "gutem Klima" ohne Ergebnis unterbrochen. Obwohl die Positionen derzeit noch sehr weit auseinander liegen, halten beide Verhandlungspartner einen Abschluss am Donnerstag für möglich. Gelingt dies nicht, wird am 15. und am 16. November weiter verhandelt.
Mittlerweile haben sich die Metaller auf eine KV-Erhöhung von rund 4 % geeinigt. Traditionell hat der Metaller-Abschluss Signalwirkung für andere Branchen.
Während die Arbeitgeberseite für einen Abschluss deutlich unter jenem der Metaller plädiert, will die Gewerkschaft auch im Handel möglichst an das Metaller-Ergebnis herankommen. Verhandlungsleiter der Arbeitgeber ist Alois Wichtl, auf Arbeitnehmerseite ist Felix Hinterwirt, Leiter des Wirtschaftsbereiches Handel in der Gewerkschaft GPA, federführend bei den KV-Gesprächen dabei.
Der jüngste Abschluss der Metaller habe für den Handel keine Signalwirkung, betonten die Arbeitgeber. Beide Branchen seien miteinander nicht vergleichbar.
Die Arbeitnehmerseite begründet ihre Forderung in Richtung 4 % KV-Erhöhung mit der guten Konjunktur. Zudem wollen die Mitarbeiter eine Abgeltung für die große Zahl an unbezahlten Überstunden im Handel. Die nicht abgegoltenen Überstunden im Handel entsprechen nach Gewerkschaftsangaben 2,5 bis 5 % der gesamten Gehaltssumme, also rund 200 Mio. Euro.
Im Vorjahr hatten sich die Verhandler im Handel nach zähen mehrwöchigen Verhandlungen auf eine Anhebung der Löhne und Gehälter um 2,35 % geeinigt. Die Einigung erfolgte erst in der Nacht auf den ersten Einkaufssamstag vor Weihnachten.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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