Direkt zum Inhalt
Peter Buchmüller, Handelsobmann WKÖ: "Das Verhandlungsergebnis ist ein klares Signal in Richtung junge Menschen."

Handels-KV: Plus für Angestellte durchschnittlich 1,33%

10.11.2016

Die Chefverhandler von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite bezeichnen den Abschluss als "gute Basis für die Fortsetzung der Reformgespräche zum Entgeltschema".

Die Sozialpartner im heimischen Handel, die Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), haben sich am 9. November 2016 in der dritten Verhandlungsrunde auf einen neuen Kollektivvertrag für rund 400.000 Angestellte und Lehrlinge geeinigt.

Die Gehälter steigen mit 1. Jänner 2017 wie folgt: Bis 1524 Euro plus 1,45%, bis 1943 Euro plus 1,35% und darüber plus 1,3%. Das bedeutet eine durchschnittliche Gehaltsanhebung von 1,33%. Am 31. Dezember 2016 bestehende Überzahlungen bleiben aufrecht.

Bei Lehrlingsentschädigungen gehört ab 2017 die Unterscheidung nach Gehaltstafeln und Gehaltsgebieten der Vergangenheit an. Die künftigen österreichweit einheitlichen Lehrlingsentschädigungen betragen im ersten Lehrjahr 570 Euro, im zweiten 720, im dritten 1020 Euro und im vierten Lehrjahr 1070 Euro. Das bedeutet ein Plus von bis zu 9 %, im Schnitt beträgt die Erhöhung 5,11 %.

„Damit fördern wir Jugendausbildung und -beschäftigung und setzen ein klares Signal, insbesondere in Richtung junge Menschen: Der Handel ist ein attraktiver Ausbildner und Arbeitgeber“, so Arbeitgeber-Chefverhandler Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel der WKÖ.

„Mit der gestaffelten Erhöhung des Mindestgehalts im Handel ab Jänner 2017 von 1546 Euro sind wir unserem Ziel eines Mindestgehalts von 1700 Euro einen Schritt näher gekommen“, erklärt Franz Georg Brantner, Vorsitzender des Wirtschaftsbereiches Handel und Verhandlungsleiter der GPA-djp.

„Wir haben einen KV-Abschluss erreicht, der angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für beide Seiten vertretbar ist und eine gute Basis für die Fortsetzung der Reformgespräche zum Entgeltschema im Handel darstellt“, so Buchmüller und Brantner unisono.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

"Die mehr gesammelte Müllmenge steht in einem krassen Missverhältnis zum Aufwand für Handel und Konsumenten" warnt WKO-Handelsobmann Buchmüller.
Thema
03.06.2020

Einführung würde das Aus für viele kleine Händler im ganzen Land bedeuten - Weniger Komfort für Konsumenten bei der Rückgabe von Getränkeflaschen aus Plastik

Drogerieprodukte sind - auch durch die fehlende Verfügbarkeit der günstigen Eigenmarken - um bis zu 96 Prozent teurer geworden.
Thema
15.04.2020

Preisgünstige Drogeriewaren und Lebensmittel kosteten oft mehr als noch im Februar – weil günstige Produkte teilweise nicht erhältlich waren .

Von Elektronik bis zu voluminösen Spielgeräten für den Garten bieten zahlreiche Ketten derzeit massenhaft Ware an. Die Konsumenten, die sonst nur online einkaufen könnten, greifen zu.
Thema
03.04.2020

Angesichts von geschlossenen Fachgeschäften, Baumärkten etc. fordern immer mehr Fachhändler eine gesetzliche Beschränkung des Sortiments für den Lebensmitteleinzelhandel auf Lebensmittel, ...

Das System erkennt den Messbereich und zeigt die Temperatur sofort an.
Thema
18.03.2020

Ideal wäre es für Geschäfte, kranke Kunden schon am Eingang erkennen und nach Hause schicken zu können. Derartige Systeme gibt es schon jetzt.

Thema
13.03.2020

Das Virus hat Österreich nicht nur real, sondern auch medial und in den Köpfen der Menschen erreicht. Was ändert sich, wo bekomme ich verlässliche Infos und welche Maßnahmen könnten bald kommen? ...

Werbung