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Handels-Umsätze 1. Halbjahr 2004

28.07.2004

Die Umsätze im Einzelhandel sind im ersten Halbjahr 2004 real um 1,2 %, gesunken, die Kundenfrequenz ist um 0,7 % zurückgegangen, die Beschäftigung blieb stabil, beschreibt der Obmann der Sektion Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Erich Lemler die Situation im heimischen Handel. Auch der Ausblick für die zweite Jahreshälfte sei gedämpft.

Fast ein Fünftel der Einzelhandelsgeschäfte musste im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2003 Umsatzrückgänge von mehr als 10 % hinnehmen, ergänzte der Handelsforscher Peter Voithofer der KMU Forschung Austria. Größere Geschäfte haben aber grundsätzlich besser abgeschnitten als kleine, hieß es. 43 % der Einzelhandelsgeschäfte verzeichneten im ersten Halbjahr 2004 einen höheren Umsatz als im Vorjahr, wobei der Großteil der Geschäfte, die sich über ein Umsatzplus freuen können, in Einkaufszentren liegt. Nach Branchen betrachtet hat der Bekleidungs- und der Schuhhandel die größten Umsatzeinbußen erlitten, der Elektrohandel konnte dagegen das beste Branchenergebnis erzielen.

Absolut lag der Umsatz im Einzelhandel im Berichtszeitraum bei rund 18,3 Mrd. Euro. Der nominelle Umsatz im ersten Halbjahr hat mit minus 0,1 % stagniert. Die beste Entwicklung im Einzelhandel hat es im Süden Österreichs gegeben, gefolgt vom Westen. Der Ausblick auf die verbleibenden Monate des Jahres 2004 ist verhalten. 60 % der Einzelhändler erwarten nach einer Umfrage der KMU Forschung keine Änderung der wirtschaftlichen Lage.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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