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Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will: "Es gibt bereits zahlreiche Betriebsvereinbarungen zu diesem Thema. Außerdem liegt keine einheitliche Belastung der Handelsmitarbeiter vor, die eine weitere Gießkannenverpflichtung rechtfertigen würde."

Handelsverband: Keine "Maskenpausen" per Kollektivvertrag!

11.08.2020

Die Gewerkschaft fordert eine kollektivvertraglich fixierte "Maskenpause" von 15 Minuten für die Mitarbeiter des Lebensmittelhandels. Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will hat einleuchtende Argumente dagegen.

Rainer Will warnt: "Es ist den Arbeitgebern im Handel ein großes Anliegen, ein bestmögliches Arbeitsklima für alle Beschäftigten zu schaffen – insbesondere auch, wenn die Temperaturen wie derzeit hoch sind. Wir schätzen den großartigen Einsatz aller MitarbeiterInnen im heimischen Handel sehr. Dieser wird auch entsprechend honoriert und die Beschäftigungsverhältnisse werden in der Corona-Krise bestmöglich abgesichert. Gesetzliche oder kollektivvertragliche Regelungen über bezahlte Maskenpausen wären allerdings aus Sicht des Handels ein administrativer Supergau für die krisengebeutelten Händler. Österreich ist ja mit dem bestehenden Regelwerk bereits Komplexitätskaiser innerhalb der Europäischen Union. Eine gewisse Eigenverantwortung muss einfach zumutbar sein. Dafür braucht es aber alle Beteiligten: die Arbeitnehmer, die Arbeitgeber und auch die Kunden, die den österreichischen Handel auch weiterhin für ihre Einkäufe nutzen und dabei sämtliche Sicherheitsvorgaben einhalten.

Betriebsvereinbarungen, in denen auch das Tragen von Masken geregelt ist, werden im Sinne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohnehin bereits je nach individuellem Erfordernis gelebt. Zahlreiche mitarbeiterfreundliche Sicherheitsvorkehrungen mildern überdies die Belastung durch MNS-Masken. Plexiglas-Schutzwände sind vielerorts in neuralgischen Bereichen wie im Kassenbereich vorhanden, wodurch die Beschäftigten dort gar keine Masken brauchen. Weitere Vorkehrungen wie Plexiglas-Visiere oder Kinnschutz kommen ebenfalls zum Einsatz. Darüber hinaus ist die individuelle Belastung je nach Warengruppe und Tätigkeit im Handel sehr unterschiedlich ausgeprägt. Daher braucht es keine weitere Regelung mit der Gießkanne."

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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